Fortbildung

Resilienz-Coaching für bessere Betreuungsqualität

Die tägliche Arbeit in Altenpflegeeinrichtungen ist oft belastend und fordert das gesamte Team heraus. Resilienz-Coaching kann hier Abhilfe schaffen, indem es Mitarbeitende stärkt, Stress reduziert und die Qualität der Betreuung verbessert. Einblicke in die positiven Auswirkungen und die praktische Umsetzung zeigt das Beispiel des DRK-Altenpflegeheims Kaufungen.

Puzzle-Teile
Damit die Teile ineinandergreifen: Wenn zum Beispiel alle helfen, die Bewohner:innen in eine Betreuungsgruppe zu bringen, dann gewinnt die Pflege Zeit für Dokumentation, während die Bewohner:innen Zeit in einem Betreuungsangebot in der Gruppe verbringen. Das gelingt, wenn die Beteiligten im Gespräch miteinander sind, einander zuhören und Verständnis füreinander entwickeln.

Resilienz-Coaching für bessere Betreuungsqualität: Resilienz-Coaching ist ein wirksames Instrument, um die psychische Widerstandsfähigkeit von Pflege- und Betreuungsteams zu stärken und so den Herausforderungen im Pflegealltag besser begegnen zu können. Es bietet Methoden zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge, die nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördern, sondern auch die Betreuungsqualität für Bewohner:innen erheblich verbessern.

Offene Kommunikation fördert den Teamzusammenhalt

„Im DRK-Altenpflegeheim Kaufungen hat sich gezeigt, wie Resilienz-Coaching nachhaltig positive Veränderungen bewirken kann“, schreibt Resilienz-Coach Doris König-Jörke in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Hier hat sie durch gezielte Maßnahmen nicht nur die Führungskompetenzen gestärkt, sondern auch eine wertschätzende und offene Kommunikationskultur etabliert. „Dies fördert den Teamzusammenhalt und reduziert Stress und Fluktuation unter den Mitarbeitenden“, so die ehemalige Leiterin einer stationären Altenpflegeeinrichtung.

Eine positive Arbeitskultur motiviert

Ein zentrales Element des Resilienz-Coachings ist die Förderung einer positiven Arbeitskultur. Durch regelmäßige Teambesprechungen, in denen Resilienz-Themen im Mittelpunkt stehen, wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Zusammenarbeit im Team verbessert. Ein solches Arbeitsumfeld sorgt dafür, dass Mitarbeitende motivierter und engagierter arbeiten, was direkt der Lebensqualität der Bewohner:innen zugutekommt.

Coaching wappnet für Krisen

Das Coaching hilft auch, in Krisensituationen ruhig und besonnen zu reagieren. Ein resilientes Team kann schnell und kompetent handeln, was die bestmögliche Versorgung der Bewohner:innen sicherstellt und ihr Vertrauen in die Einrichtung stärkt.

Die Umsetzung von Resilienz-Coaching erfordert eine systematische Herangehensweise, die sowohl die Bedarfe der Mitarbeitenden berücksichtigt als auch langfristige Effekte sicherstellt. Regelmäßige Evaluierungen und Anpassungen der Maßnahmen gewährleisten, dass die positiven Effekte des Coachings nachhaltig erhalten bleiben.

Insgesamt zeigt das Beispiel aus Kaufungen, dass Resilienz-Coaching nicht nur die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden steigert, sondern auch eine höhere Betreuungsqualität ermöglicht. „Es lohnt sich für jede Pflegeeinrichtung, in die Resilienz ihrer Teams zu investieren“, weiß König-Jörke, die schon viele (Betreuungs-)Teams auf ihrem Weg begleitet hat.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Konkrete Ideen für die Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

Erleben Sie Doris König-Jörke im Interview: Betreuung nach dem Ampelmodell – ein Praxisgespräch