Fortbildung

AOK-Schulung zu Ernährung und Muskelabbau im Alter

Ein mehrtägiger Inhouse-Workshop der AOK Bodensee-Oberschwaben schulte Mitarbeitende des Hauses der Pflege St. Sebastian in Wittenhofen zu den besonderen Ernährungsbedürfnissen älterer Menschen.

„Lecker Linsensuppe“ (v. li.): Wilma Gieringer-Schleger und Nataliia Hohus bereiten schon mal alles dafür vor. Foto: Stiftung Liebenau

Schwerpunkt Muskelabbau im Alter

Im Haus der Pflege St. Sebastian der Stiftung Liebenau in Wittenhofen stand zwei Wochen alles im Zeichen gesunder Ernährung im Alter. In einem mehrtägigen Inhouse-Workshop der AOK Bodensee-Oberschwaben, fachlich begleitet von Ernährungsberaterin Nadine Dopfer, setzten sich Mitarbeitende aus allen Bereichen intensiv mit den besonderen Ernährungsbedürfnissen älterer Menschen auseinander. Ziel war es, das Bewusstsein für eine ausgewogene Kost sowie eine ausreichende Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr im höheren Lebensalter zu stärken. Ein zentrales Thema war die altersbedingte Abnahme von Muskelmasse, die sogenannte Sarkopenie. Dopfer vermittelte praxisnah, wie eine eiweißreiche Ernährung diesem Prozess entgegenwirken kann – auch dann, wenn Schluckbeschwerden berücksichtigt werden müssen.

Praktische Umsetzung im Fokus

Neben theoretischen Grundlagen lag der Schwerpunkt auf der praktischen Umsetzung: Gemeinsam stellten die Teilnehmenden proteinreiche Smoothies, Protein-Vanille-Quarkspeisen, frischen Kräuterquark oder eine Linsen-Gemüsesuppe her. Die Rezepte waren bewusst einfach gehalten, damit sie sich gut in den Pflegealltag integrieren lassen. Der Workshop löste bei vielen Mitarbeitenden echte Aha-Erlebnisse aus. „Ich bin gleich los und habe mir Hanfeiweiß für zuhause besorgt, weil mir bewusst wurde, dass ich mich zwar gesund, aber nicht ausreichend eiweißreich ernähre“, berichtete Hauswirtschaftsleitung Inge Straub.

Nachhaltige Integration in den Alltag

Durch die Verteilung des Workshops auf mehrere Tage hatten alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse und Rezepte sollen künftig fest in den Alltag des Hauses der Pflege St. Sebastian einfließen und damit sowohl die Bewohner:innen als auch die Mitarbeitenden selbst nachhaltig stärken. Einrichtungsleiterin Yvonne Denzler resümierte: „Der Kurs zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Prävention und Gesundheitsförderung im Pflegebereich sind.“

Passend dazuWie Sie Ernährung als gemeinsames Langzeitthema nutzen