Demenz

Betreuung nach dem Ampelmodell – ein Praxisgespräch

Drei Tagesstrukturen, Milieugestaltung und Qualifizierung sind die zentralen Bausteine mit denen Doris König-Jörke personenzentrierte Betreuung aufbaut. Im Gespräch mit Aktivieren-Redakteurin Thordis Gooßes erläutert sie ihren Ansatz.

Doris König-Jörke im Interview
Doris König-Jörke ist Fachkraft für Gesundheit und Soziales, Ausbilderin für Betreuungskräfte, Hospizmitarbeiter und Leitungs- und Führungskräfte-Coach, zertifizierter Resilienz-Coach, doriskoenig-joerke.de Bild: Thordis Gooßes

Betreuung nach dem Ampelmodell – ein Praxisgespräch: Das Kommunikationsmodell hat die Koordinatorin für Pflege und Betreuung im Seniorenzentrum Waldkappel in Hessen erfolgreich implementiert, gemeinsam mit Pflegedienstleiter Thomas Jagla. Es ermöglicht die Verständigung im Team, um den Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner wahrzunehmen und zu verstehen. So kann das Team dementsprechend eine passende Maßnahme personenzentriert erarbeiten.

Grüne, gelbe und rote Tagesstruktur – je nach demenzieller Beeinträchtigung

Dabei setzt das Modell auf die Betreuung in drei verschiedenen Tagesstrukturen: Die grüne Tagesstruktur mit nach den Wünschen der Bewohner:innen gestalteten Gruppenangeboten. Gelb für Menschen mit leichter bis mittlerer Demenz und Angeboten in kleinen Gruppen, die den Menschen das Gefühl geben, einbezogen zu sein. Und Rot für Menschen mit schwerer Demenz, die einen hohen Pflegebedarf haben. Hier gibt es keine Gruppenangebote, damit es nicht zu Reizüberflutung kommt. Stattdessen macht das Betreuungsteam über den Tag verteilte Einzelbetreuungsangebote von fünf bis zehn Minuten, je nach Bedarf.

Ein ausführliches Interview mit Doris König-Jörke zum Thema lesen Sie in der kommenden Juli-Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren.