Fortbildung
Wie Betreuende sich selbst besser führen
Während die klassische Führung darauf fokussiert ist, die Mitarbeitenden zu bestmöglichen Leistungen zu motivieren, die Selbstständigkeit zu fördern und ihnen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, um ihre Potenziale zu entfalten, hat Selfleadership dieselbe Intention, nur dass hier der Bezug auf die eigene Person gerichtet ist. Dabei ist es egal, welchen beruflichen Titel jemand hat, oder ob er oder sie die Betreuungsleitung ist.

Ergotherapeutin und Wirtschaftspsychologin Sarah Müller-Sixer gibt Betreuungskräften zum Auftakt einer vierteiligen Reihe in Aktivieren einen ersten Einblick in die Grundsätze und Potenziale der Selbstführung.
Besonders in der Sozialen Betreuung sind Flexibilität, Eigeninitiative und lösungsorientiertes Handeln gefragt – und zwar von Führungskräften und Mitarbeitenden, weiß Müller-Sixer, die selbst mehrere Jahre ein Betreuungsteam geleitet hat. Abläufe werden komplexer, die Zeit knapper. “Auch privat sind wir gewissen Rollen verpflichtet. All die Anspruchshaltungen an die eigene Person erfordern ein hohes Maß an Selbstführung”, so die Expertin.
Selbstbeobachtung gegen Automatismen
Sie nennt die Einzelschicksale der zu betreuenden Menschen oder auch die oftmals straffen und unflexiblen Rahmenbedingungen, unter denen die Arbeit durchgeführt wird. “Der Überfluss an Möglichkeiten macht es uns ebenfalls manchmal schwer, Informationen zu filtern. Daher schaltet unser Hirn oftmals auf Automatik. Alles läuft automatisch, aber nicht bewusst ab”, so Müller-Sixer. Wenn dann Stress, Überforderung und schlechte Laune übernehmen, kommt die Selbstbeobachtung zum Tragen, um wieder aktiv ins Handeln zu kommen und das Steuer zu übernehmen.
Wie das geht, steht in der aktuellen Aktivieren und in den kommenden drei Teilen der Serie in den nächsten Ausgaben der Zeitschrift.
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