News
So gelingt die Einbindung von Praktikant:innen in der Betreuung
Praktikant:innen bringen frischen Wind in die soziale Betreuung und können wertvolle Nachwuchskräfte sein. Mit guter Einarbeitung, klarer Anleitung und passenden Aufgaben gelingt es, sie nachhaltig in die Arbeit einzubinden.
Der Arbeitsmarkt in der Altenpflege ist angespannt, und Nachwuchskräfte auch in der Betreuung sind dringend gefragt. Praktikant:innen können eine wertvolle Unterstützung sein, doch ihre erfolgreiche Integration erfordert Struktur und Planung. Wer Praktikant:innen mit Wertschätzung begegnet und ihnen einen klaren Rahmen bietet, kann sie für die soziale Betreuung begeistern und langfristig an die Einrichtung binden.
Bereits am ersten Tag sollte eine strukturierte Einführung stattfinden. Ein Namensschild, ein eigener Spind und ein Rundgang durch die Einrichtung schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit. Ebenso wichtig ist die Vorstellung im Team sowie eine klare Erklärung von Regeln und Abläufen. Ein fest zugewiesener Ansprechpartner oder eine Patenschaft erleichtert den Einstieg und sorgt dafür, dass sich Praktikant:innen gut betreut fühlen.
Klare Aufgaben und Verantwortung übertragen
Damit Praktikant:innen schnell ihre Stärken entfalten können, sollten sie nicht nur beobachten, sondern aktiv eingebunden werden. Ein strukturierter Arbeitsplan mit ansteigenden Anforderungen ist sinnvoll, insbesondere bei längeren Praktika. Praktikant:innen sollten Verantwortung übernehmen dürfen, sei es durch kleine Projekte oder durch die eigenständige Durchführung von Angeboten unter Anleitung.
Wichtig ist, dass die Aufgaben dem Erfahrungsstand der Praktikant:innen entsprechen. Während ein Schulpraktikum eher Einblicke in den Alltag bietet, können Praktikant:innen in der Ausbildung gezielt in die Betreuung eingebunden werden. Regelmäßige Feedbackgespräche helfen dabei, Fortschritte zu reflektieren und Unsicherheiten zu klären.
Praktische Projekte und individuelle Stärken nutzen
Besonders nachhaltig ist es, wenn Praktikant:innen ihre individuellen Stärken in die Einrichtung einbringen können. Ein kreativer Praktikant kann beispielsweise eine Geburtstagstafel gestalten, jemand mit Interesse an Biografiearbeit könnte mit Bewohner:innen Erinnerungstöpfe bemalen. Wer handwerklich begabt ist, kann mit Bewohner:innen einfache Holzarbeiten umsetzen. Solche Projekte bleiben oft über das Praktikum hinaus in der Einrichtung bestehen und bereichern den Alltag langfristig.
Die richtige Betreuung von Praktikant:innen zahlt sich aus: Sie erleben die soziale Betreuung als wertvolle und sinnstiftende Arbeit und können sich eine berufliche Zukunft in diesem Bereich vorstellen. Mit einer gezielten und wertschtzenden Einarbeitung gelingt es, junge Menschen für die Altenpflege zu begeistern und als Nachwuchskräfte zu gewinnen.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren.Weitere Ideen für die Betreuung finden Sie in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
Passend dazu: Generationen verbinden sich im Kunstprojekt
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren