Angebotsplanung
Buttermilch: Erfrischung mit biografischem Bezug
An heißen Tagen stellt sich die Frage, wie Bewohner:innen genügend Flüssigkeit aufnehmen. Eine hauswirtschaftliche Aktivierung mit Buttermilch verbindet Gesundheitsaspekte mit biografischen Inhalten.
Buttermilch entsteht während der Herstellung von Butter: Rohmilch wird zentrifugiert, wodurch Rahm und Magermilch entstehen. Der Rahm wird so lange geschlagen, bis sich Butterklümpchen bilden. Die übrigbleibende Flüssigkeit ist Buttermilch. Sie enthält maximal ein Prozent Fett und bietet viel Kalzium für gesunde Knochen sowie Lecithin für die Nervenfunktion. Zusätzlich liefert sie Kalium, Zink und B-Vitamine bei sehr geringer Kalorienanzahl. Durch die enthaltenen Milchsäurebakterien ist der Laktosegehalt so niedrig, dass Buttermilch auch von laktoseintoleranten Personen in Maßen genossen werden kann. Das zeigt Marie Krüerke (Autorin von „Soziale Betreuung endlich klar“) in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren (4/2026).
Biografische Anknüpfungspunkte
Der Prozess der Butterung war früher in der kleinbäuerlichen Selbstversorgung ausschließlich harte Handarbeit – vor allem der Landfrauen. Butter wurde als so wertvoll geachtet, dass sie in der Nachkriegszeit als „Währung“ verwendet wurde. Fragen Sie die betreuten Senior:innen, wer sich noch daran erinnern kann, dass sie selbst oder die Mutter mit dem Butterfass gearbeitet haben. An welche Lebensmittel erinnern sich die Damen und Herren, die außerdem als besonders wertvoll für den Alltag ihrer Kindheit erachtet wurden?
Einfache Rezepte für die Aktivierung
Mit Buttermilch lassen sich unterschiedliche, sehr einfache Gerichte mit wenig Zutaten in kurzer Zeit zubereiten – ideal für eine kleine Zwischenmahlzeit als Ergebnis einer Aktivierung. Für Himbeer-Buttermilch für sechs Personen brauchen Sie 1 Liter Buttermilch, 600 Gramm Himbeeren, Saft einer Limette und 4 Esslöffel Zucker. Alle Zutaten werden gemeinsam püriert. Für Buttermilch-Eis mit Pfirsichen benötigen Sie für sechs Personen 500 Milliliter Buttermilch, 200 Milliliter Sahne, 500 Gramm Pfirsiche sowie Abrieb von 1 Zitrone und 1 Orange. Neben erfrischenden Drinks und Eis kann Buttermilch für die kalte russische Suppe „Okroschka“ verwendet werden – viele hochaltrige Menschen kennen diese noch aus Kochbüchern der DDR.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Weitere Angebote für den Sommer finden Sie in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus.
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren