Angebotsplanung
ZQP: 30 Interventionen zur Bewegungsförderung
Welche Bewegungsangebote wirken wirklich? Das Zentrum für Qualität in der Pflege liefert mit seinem neuen Arbeitsmaterial kompakte Orientierung für die stationäre und ambulante Langzeitpflege.
Bewegungsmangel als unterschätztes Risiko
Über 60 Prozent der Menschen ab 65 Jahren in Deutschland bewegen sich laut Daten des Robert Koch-Instituts zu wenig. Bewegungsmangel erhöht das Risiko für Pflegebedürftigkeit und kann deren Fortschreiten beschleunigen. Bewegungsförderung leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Prävention – auch bei bereits pflegebedürftigen Menschen. Sie kann dazu beitragen, körperliche und geistige Fähigkeiten zu erhalten oder zu verbessern. Gleichzeitig existiert eine Vielzahl von Ansätzen, und stationäre wie ambulante Einrichtungen stehen in der Praxis oft vor der Herausforderung, geeignete Interventionen auszuwählen. Über deren Wirksamkeit ist häufig nur wenig bekannt.
30 Interventionen auf einen Blick
Genau hier setzt das neue Arbeitsmaterial des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) an. Es stellt 30 bewegungsfördernde Interventionen vor, die jeweils auf einer zweiseitigen Übersicht beschrieben werden – mit Angaben zu Setting, kognitiven und körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden, Qualifikationsanforderungen der Anleitenden sowie zur erforderlichen räumlichen und materiellen Ausstattung. Auch der jeweilige Kenntnisstand zur Wirksamkeit wird dargestellt. Die Bandbreite reicht von klassischen motorischen Programmen wie dem „Otago-Übungsprogramm“ über demenzspezifische Angebote wie die „MAKS-Therapie®“ bis hin zu digital gestützten Konzepten wie der „Apfelernte“. Das Material basiert auf einer systematischen wissenschaftlichen Literaturrecherche und ist werbefrei.
Freiwilligkeit als Grundbedingung
Daniela Sulmann, Pflegeexpertin und Geschäftsleiterin im ZQP, betont: „Motivieren ist wichtig und richtig – aber niemand darf gedrängt oder gar gezwungen werden.“ Bedingungen für die Anwendung seien stets das Einverständnis der pflegebedürftigen Person sowie die gesundheitliche Unbedenklichkeit aus ärztlicher Sicht. Bei der Auswahl müssten außerdem die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der jeweiligen Person beachtet werden. Das Arbeitsmaterial steht ab sofort kostenlos zum Download bereit unter www.zqp.de.
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Tipp: Wie Sie Qualität sichern, auch in der Sozialen Betreuung, ist Thema des „Fernlehrgang Qualitätsmanagement“ der Vincentz Akademie ab dem 19.10.2026.
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