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Vorratshaltung: Eine Reise durch die Jahrzehnte

Die Entwicklung der Vorratshaltung spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider. Reisen Sie mit Ihren Bewohner:innen durch die Zeiten vom Henkelmann bis zu Tupperware.

Henkelmann aus Metall
Auch Schulkinder trugen ihre Brotdosen mit Stolz. Während Erwachsene oft deftige Mahlzeiten wie Eintöpfe oder Kartoffeln mit Bratwurst mitnahmen, enthielten die Dosen der Kinder häufig belegte Brote, manchmal ergänzt durch Obst oder Gemüse. Foto: AdobeStock/Sound of Rain

Die Art und Weise, wie Familien ihre Lebensmittel aufbewahren und transportieren, hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Maria Metzger schreibt in Ihrem Beitrag „Vom Henkelmann zur Vorratsdose“ in der aktuellen Aktivieren, wie sich anhand dieser Entwicklung der gesellschaftliche Wandel in Deutschland nachvollziehen lässt.

Der Henkelmann: Symbol der Nachkriegszeit

In den 1950er Jahren, als sich Deutschland wirtschaftlich erholte, war der Henkelmann ein unverzichtbares Utensil im Alltag vieler Arbeiter:innen und Angestellten. Metzger beschreibt, dass diese Behälter aus mehreren stapelbaren Teilen bestanden und mit einer Klammer zusammengehalten wurden. Dies ermöglichte den getrennten Transport verschiedener Speisen – von der Suppe bis zum Dessert.

Die Kunststoffdose erobert die Küche

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der 1960er und 1970er Jahre und der zunehmenden Berufstätigkeit von Frauen veränderte sich auch die Küchenorganisation. Die Autorin berichtet, dass in dieser Zeit die Plastikdose ihren Siegeszug antrat. Besonders die Marke Tupperware wurde schnell zum Favoriten vieler Hausfrauen. Die leichten und bruchsicheren Behälter boten eine praktische Alternative zu Gläsern, Blechdosen und Papiertüten.

Wandel der Vorratshaltung

Metzger schildert, wie sich die Vorratshaltung im Laufe der Zeit veränderte. In den 1950er Jahren dominierten noch große Vorratsgläser und Blechdosen die Küchen. Mit der Einführung von Kunststoffdosen in den 1960er und 1970er Jahren wurde die Lagerung übersichtlicher.

Moderne Entwicklungen

Bis in die 1980er Jahre blieb die Vorratsdose ein fester Bestandteil des Haushalts. Doch mit dem Aufkommen von Supermärkten und einer zunehmend konsumorientierten Gesellschaft änderten sich die Einkaufsgewohnheiten. Laut Metzger verdrängten frisch gekaufte Lebensmittel langfristig haltbare Vorräte, und Fertiggerichte gewannen an Beliebtheit.

Trotz dieser Veränderungen haben Vorratsdosen ihren Platz in der Küche nicht verloren. Die Autorin betont, dass sie nun nicht mehr nur für trockene Lebensmittel, sondern auch für die Aufbewahrung von Resten genutzt werden, die in der Mikrowelle schnell aufgewärmt werden können.

Die Entwicklung von einfachen Henkelmännern zu durchdachten Aufbewahrungssystemen spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider. Obwohl sich die Art der Lebensmittelaufbewahrung verändert hat, bleibt die Organisation in der Küche laut Metzger für die Vorratshaltung weiterhin von großer Bedeutung.

Wie Sie diese Entwicklung in konkrete Angebote einbinden, lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für biografischeAngebote finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus.Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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