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Biografiearbeit leicht gemacht: Der Bleistift als Erzählimpuls
Biografische Kurzaktivierungen bringen wertvolle Erinnerungen hervor. Der Bleistift, ein vertrauter Alltagsgegenstand, dient als Erzählimpuls für Gespräche und weckt Erinnerungen an Schulzeit, Haushalt und Handwerk.
Der Bleistift als vertrauter Erinnerungsanker
Die Biografiearbeit ist ein zentrales Element in der Betreuung von Senior:innen. Mit gezielten Impulsen können Betreuungskräfte Erinnerungen an frühere Zeiten aktivieren und so zur emotionalen Wohlbefinden beitragen. Der Bleistift ist ein besonders wertvoller Gegenstand in der Biografiearbeit, da er viele Menschen an ihre Schulzeit, ihre Hausaufgaben oder das handwerkliche Arbeiten erinnert.
Früher war der Bleistift ein alltägliches Schreibgerät, das sorgsam genutzt wurde. Viele Senior:innen erinnern sich daran, wie sie ihn bis zum letzten Stummel spitzten oder mit einer Metallhülse verlängerten, um ihn weiterhin nutzen zu können. Diese sorgsame und bewusste Nutzung spiegelt eine vergangene Zeit wider, in der Materialien wertgeschätzt wurden.
Ein Gegenstand voller Geschichten
In der Küche lag der Bleistift oft in der Schublade bereit, um Einkaufslisten oder Notizen zu schreiben. In der Schule war er ein unverzichtbares Werkzeug, das zum Schreiben, Rechnen und Zeichnen genutzt wurde. Viele erinnern sich an Lehrkräfte, die penibel darauf achteten, dass der Bleistift stets gut gespitzt war. Auch die Verbindung zum Radiergummi, der oft am Stiftende angebracht war, ist eine häufige Erinnerung: Fehler ließen sich so leicht korrigieren, wenn auch oft mit sichtbaren Spuren auf dem Papier.
Handwerker trugen den Bleistift häufig hinter dem Ohr, damit er stets griffbereit war. Besonders charakteristisch war der rote, flache Handwerker-Bleistift, der mit dem Taschenmesser gespitzt wurde. Diese Traditionen sind in vielen Köpfen präsent und können über gezielte Fragen leicht ins Gespräch gebracht werden.
Biografiearbeit mit dem Bleistift
Mit einfachen Fragen lässt sich ein lebendiger Austausch über Erinnerungen anregen. Wo wurde der Bleistift früher aufbewahrt? Welche Farben hatten die ersten Buntstifte? Wer verschenkte früher Stifte? Solche Fragen bieten Anknüpfungspunkte für Gespräche und ermöglichen Senior:innen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen.
Durch diese biografischen Kurzaktivierungen entsteht eine vertraute Atmosphäre, in der sich Bewohner:innen wohlfühlen und wertgeschätzt fühlen. Der Bleistift wird so zu einem Medium, das Erinnerungen belebt und eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart baut.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren.Weitere Ideen für die Biografiearbeit finden Sie in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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