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Strukturierte Übergaben steigern die Versorgungsqualität

Ein strukturierter Informationsaustausch zwischen Pflege- und Betreuungskräften verbessert die Versorgung von Senioren:innen. Digitale Lösungen und klare Übergaben helfen, Missverständnisse zu vermeiden und eine ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten.

Kolleg:innen im Büro im Gespräch
Individuelle Übergaben zwischen Pflegefachperson und Betreuungskraft gewährleisten, dass Informationen gezielt fließen. Foto: Werner Krüper

Effektive Kommunikation für eine bessere Versorgung

Ein reibungsloser Informationsfluss zwischen Pflege- und Betreuungspersonal ist essenziell, um Pflegeempfänger bestmöglich zu versorgen. Das betont Pflegeberaterin Heike Jurgschat-Geer im Schwerpunkt der Maiausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Dabei geht es nicht nur um medizinische Aspekte, sondern auch um psychosoziale Bedürfnisse. Eine strukturierte Übergabe verhindert Informationsverluste und fördert eine ganzheitliche Betreuung.

Digitale Dokumentationssysteme können den Austausch unterstützen, ersetzen jedoch nicht das persönliche Gespräch. Pflege- und Betreuungskräfte sollten sich ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst sein und als Team agieren.

Informationsbedarfe aller Akteure berücksichtigen

In der Betreuung und Alltagsgestaltung sind verschiedene Personengruppen beteiligt – von Fachkräften über Betreuungsassistezen bis hin zu Ehrenamtlichen. Jede dieser Gruppen hat spezifische Informationsbedarfe.

„Zum Beispiel benötigt der Soziale Dienst Informationen über die kognitiven und physischen Fähigkeiten eines Bewohners, um passende Aktivitäten zu planen“, schreibt Jurgschat-Geer. Betreuungspersonen müssen über gesundheitliche Einschränkungen und präventive Maßnahmen informiert sein. Ehrenamtliche brauchen gezielte Einweisungen, um effektiv unterstützen zu können.

Strukturierte Übergaben optimieren den Austausch

Die Organisation von Übergaben ist entscheidend. Dabei helfen verschiedene Methoden:

  • Individuelle Übergaben zwischen Pflegefachkraft und Betreuungspersonal ermöglichen gezielten Austausch.
  • Teamübergaben innerhalb der Betreuung sorgen für eine einheitliche Informationsbasis.
  • Interdisziplinäre Übergaben zwischen Pflege- und Betreuungspersonal fördern eine ganzheitliche Betrachtung.

Ein durchdachtes Kommunikationskonzept stellt sicher, dass alle Akteure die relevanten Informationen erhalten – für eine professionelle und bedürfnisgerechte Betreuung.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Praktische Ideen für die Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

Passend dazu lesen Sie auch von Heike Jurgschat-Geer: Wie die Personalbemessung die Betreuung verändert