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Motorrad-Ausflug: Beiwagen-Tour begeistert Bewohner

Spontane Motorradfahrt im Beiwagen sorgt für Begeisterung bei Bewohner:innen des Evangelischen Altenzentrums Haus am Stadtpark in Xanten. Sozialdienstleiterin Beate Anhuf-Mölders erfüllt damit Senior:innenträume.

Seniorinnen unternehmen Tour im Motorrad-Beiwagen
Im Juli hat die Betreuungsleitung (Foto links) des Haus am Stadtpark in Xanten alle Bewohner eingeladen, stilecht mit alter Motorradkappe, gemeinsam eine besondere Fahrt zu erleben. Foto: Haus am Stadtpark Xanten

Eine spontane Idee der Leiterin des Sozialen Dienstes, Beate Anhuf-Mölders, brachte frischen Wind in den Alltag der Bewohner:innen des Evangelischen Altenzentrums Haus am Stadtpark in Xanten. Nach einer Gesprächsrunde über Motorräder entschloss sich Anhuf-Mölders kurzerhand, ihr eigenes Motorrad mit Beiwagen zur Arbeit mitzubringen.

Laut Anhuf-Mölders war die Resonanz überwältigend. „Vier Bewohner waren so begeistert, dass sie sofort einstiegen, ca. 15 Bewohner schauten zu und zeigten großes Interesse beim nächsten Mal auch mal mitzufahren“, berichtet sie. Die Bilder der Aktion wurden im Eingangsbereich aufgehängt und sorgten für Aufsehen bei Angehörigen und Besuchern.

Nostalgische Fahrt weckt Erinnerungen

Die Motorradfahrten weckten bei vielen Bewohner:innen Erinnerungen an frühere Zeiten. Anhuf-Mölders erzählt: „Wie viele früher Motorrad gefahren sind!“ Für die Ausfahrten stellte sie nicht nur ihr eigenes Motorrad zur Verfügung, sondern auch persönliche Ausrüstung: „Die Motorradkappe gehörte meinem Schwiegervater, die Helme sind von mir.“

Besonders beeindruckt zeigten sich die 82-jährige Marlene Tatzel und die 83-jährige Monika Schmitz. Es war die erste Motorradfahrt ihres Lebens. „Es war toll, ich war sofort wieder jung.“ Monika Schmitz ergänzt: „Es war wunderbar. Ich konnte davon gar nicht genug kriegen.“

Verbindung zur lokalen Motorradtradition

Die Aktion knüpft an eine lokale Tradition an. Ein Bewohner des Hauses, Hermann Steeger, war laut Anhuf-Mölders an der Gründung der Gemeinschaft „Zündkerze“ beteiligt. Diese Organisation veranstaltet jährlich den sogenannten „Jumbo-Run“, bei dem Menschen mit Beeinträchtigungen in Motorradgespannen mitgenommen werden.

Die positive Resonanz auf die Aktion hat Anhuf-Mölders dazu inspiriert, solche Ausfahrten häufiger anzubieten. „Das machen wir jetzt öfter“, kündigt sie an. Die Bewohner:innen zeigen sich begeistert von dieser Aussicht. Marlene Tatzel etwa erklärt: „Ich fahre immer wieder gern mit.“

Die innovative Herangehensweise des Betreuungsteams stieß auf breite Anerkennung. Anhuf-Mölders berichtet: „Wir bekamen ganz viel Lob und Anerkennung, wie innovativ und einzigartig wir die Angebote für die Bewohner:innen hier in unserer Einrichtung gestalten.“ Die lokale Presse griff die Geschichte auf, was zu zusätzlicher Aufmerksamkeit für das Projekt führte.

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