News

Ehrenamtliche machen Live-Musik

Jeden Mittwochnachmittag tönt für etwa eine Stunde Live-Musik durch das Foyer des Franziskuszentrums Friedrichshafen der Stiftung Liebenau. Meist beteiligen sich aus dem Pool der rund zehn ehrenamtlichen Musikerinnen und Musiker drei an den Auftritten.

Mit Freude bei der Sache: Sowohl die Musikerinnen als auch die Gäste erfreuen sich jede Woche an der Live-Musik im Franziskuszentrum Friedrichshafen. Zu den ehrenamtlich aktiven Musizierenden gehören (v. l.) Sänger Peter Strecker, Elisabeth Raither-Hässler am Klavier und Johannes Becher am Cello.
Mit Freude bei der Sache: Sowohl die Musikerinnen als auch die Gäste erfreuen sich jede Woche an der Live-Musik im Franziskuszentrum Friedrichshafen. Zu den ehrenamtlich aktiven Musizierenden gehören (v. l.) Sänger Peter Strecker, Elisabeth Raither-Hässler am Klavier und Johannes Becher am Cello. Foto: Stiftung Liebenau/Anne Oschwald

Ehrenamtliche machen Live-Musik: Am Klavier spielt Elisabeth Raither-Hässler, Kinder- und Chorleiterin sowie Organistin. Sie organisiert die Auftritte federführend seit etwa anderthalb Jahren. Zuhören können, neben den Gästen vom Stationären Hospiz, alle Musikinteressierten im Haus.

Keiner hat „Nein“ gesagt

Und so kam‘s: Eine Bekannte fragte Elisabeth Raither-Hässler, ob sie sich vorstellen könne, vor Ort auf dem Klavier für die Gäste im Hospiz zu musizieren. Nachdem sie dann ein paar Male alleine gespielt habe, fand sie, dass das Programm zusammen mit anderen wesentlich abwechslungsreicher und interessanter gestaltet werden könnte. Und so hat sie in ihrem professionellen Umfeld, wie der Musikschule Friedrichshafen, angefragt. „Es hat kein einziger ‚Nein‘ gesagt,“ erzählt sie. „Alle waren begeistert,“ ergänzt sie und scheint über die positive Resonanz immer noch etwas erstaunt. Insgesamt sind es rund zehn Musikprofis, die wechselweise mit ihr musizieren: Von Posaune und Horn über Geige und Akkordeon, bis hin zu Querflöte und Klarinette, ist alles vertreten. Elisabeth Raither-Hässler ist mit wenigen Ausnahmen jede Woche dabei und genießt die Auftritte: „Es so nett und sehr menschlich hier.“

Auch interessant: Wie Ehrenamtliche den Heimalltag bereichern

Wie für Live-Musik gemacht

Vom vierten Stockwerk ausgehend, wo sich das Stationäre Hospiz befindet, schwingt die Musik durch das mehrstöckige Foyer. Die Akustik ist durch die Architektur fast kathedralenartig. Einige Zuhörer sitzen den Musizierenden gegenüber und lauschen. Aus den anderen Stockwerken werden einzelne Zaungäste vom Klang von Klavier, Cello und Gesang angelockt. Eine Bewohnerin aus der zweiten Etage bedauert, dass sie selbst nie Klavier lernen konnte, freut sich aber offenkundig über den Wohlklang. In umliegenden Zimmern haben es sich einzelne Zuhörende auf Sofas bequem gemacht und genießen die Atmosphäre von dort aus.

Passend dazu: „Ehrenamt bedeutet ein Mehr für alle“