Angebotsplanung

Brücken bauen mit Musik aus Ost und West

Musik wurde in der ehemaligen DDR vom Staat kontrolliert. Im Betreuungsalltag können wir die Erfahrungen der Menschen aufgreifen und nutzen. Wie sich daraus musikgeragogische Angebote entwickeln lassen, stellt Musikgeragogin Babette Viehmeister-Hirte in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren vor.

Gruppenrunde mit Tüchern
Das Schwingen mit bunten Tüchern begleitet den Refrain des Songs "Über siehen Brücken musst Du gehen" von Karat und Peter Maffay. Foto: Werner Krüper

Sowohl in Ost- wie in Westdeutschland erfreute sich das Lied „Über sieben Brücken musst du gehen“ bei seinem Erscheinen großer Beliebtheit. Während die Gruppe Karat dieses Lied 1978 in der DDR veröffentlichte, hat Peter Maffay es mit Erlaubnis der Band 1980 in der BRD neu arrangiert und populär gemacht. „Immer wieder kann ich in meinem Tätigkeitsfeld als Musikgeragogin beobachten, dass die Bewohner:innen in den Einrichtungen, egal wo sie sozialisiert wurden, dieses Lied mögen“, schreibt Babette Viehmeister-Hirte.

DDR und BRD: Musikalische Biografiearbeit in der Betreuung

Sie beobachtet häufig, dass sich über die Geschichte des Liedes hinaus Gespräche entwickeln, die Erinnerungen wecken. Sie provozieren wiederum Reflexionen über Vergangenes. „Außerdem wird die ruhige, getragene Melodie als sehr angenehm empfunden“, weiß die Musikpädagogin. Dadurch trage sie zu einer entspannten und positiven Atmosphäre beit: „Da in meinen Angeboten immer der soziale Austausch, die musikalische Begegnung und das Gemeinschaftserleben im Vordergrund stehen, kann dieses Lied wunderbar im übertragenen Sinn als Brücke dienen.“

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die biografieorienterte Beschäftigung oder zur musikalischen Aktivierung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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