Fortbildung

Demenz hautnah erleben: Studierende durchlaufen Demenzparcours

Wie fühlt es sich an, mit Demenz zu leben? Studierende der Hochschule Koblenz konnten dies in einem interaktiven Parcours erfahren. Die praxisnahe Übung hinterließ tiefe Eindrücke und soll das Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz stärken.

Demenzparcours
Wer je versucht hat, mit Handschuhen Knöpfe zu schließen, weiß, wie sich Demenzubetroffene fühlen. Foto: Maria Metzger

Interaktive Erfahrung mit nachhaltiger Wirkung

Der von Fachkräften begleitete Demenzparcours ermöglichte den Teilnehmenden, typische Einschränkungen im Alltag von Menschen mit Demenz nachzuempfinden. Durch gezielte Übungen wurden Unsicherheiten, Verwirrung und kognitive Herausforderungen simuliert. „Ich weiß jetzt endlich, wie sich mein Opa fühlen muss“, berichtete eine Studentin nach der Erfahrung. Solche praxisnahen Erlebnisse ergänzen das theoretische Wissen und bereiten angehende Fachkräfte besser auf den Berufsalltag vor.

Interdisziplinärer Austausch fördert Verständnis

Das Angebot richtete sich nicht nur an Studierende der Projektwerkstatt Soziale Arbeit in Inklusion, Teilhabe und Gesundheitsförderung, sondern auch an weitere Fachbereiche. Studierende aus den Projektwerkstätten Inklusion und Rehabilitation sowie Kinder- und Jugendhilfe nahmen ebenfalls teil. Dieser fächerübergreifende Ansatz betonte die Relevanz von interdisziplinärer Zusammenarbeit und ermöglichte wertvolle neue Perspektiven.

Theorie trifft Praxis: Lernen mit direktem Bezug

Die Projektwerkstätten der Hochschule Koblenz stehen für eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Fachkräfte aus der Praxis gestalten interaktive Lernformate, um das Verständnis für gesellschaftliche Herausforderungen zu vertiefen. Der Demenzparcours war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie praxisnahe Lehre die Empathie und Reflexionsfähigkeit künftiger Fachkräfte stärkt – eine Erfahrung, die viele nachhaltig prägen wird.

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