News

Postkarten für bezahlbare Pflege

Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften und Verbänden startet eine Postkartenaktion an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), um eine solidarische Pflegevollversicherung zu fordern.

Vollversicherung jetzt
Mit der Postkartenaktion möchte ein breites Bündnis seiner Forderung nach einer Pflegevollversichrung Nachdruck verleihen. Bild: Der Partitätische

Postkarten für bezahlbare Pflege: Das Bündnis möchte mit der Postkartenaktion deutlich machen, wie groß in der Bevölkerung die Unterstützung für eine solidarische Pflegevollversicherung ist. Laut einer repräsentative Forsa-Umfrage sprechen sich 81 Prozent der Befragten für eine Pflegevollversicherung aus. Namhafte Verbände und Gewerkschaften unterstützen die Protestaktion. Dabei sind unter anderem die Gewerkschaft Verdi, der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB).

„Pflegebedürftigkeit entwickelt sich immer mehr zu einer regelrechten Armutsfalle. Es ist höchste Zeit, dass die Bundesregierung die Pflegeversicherung aus der Sackgasse holt und den Menschen mit einer Pflegevollversicherung Sicherheit gibt“, sagte Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.

Das Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung setzt sich für eine Pflegeversicherung ein, die alle pflegebedingten Kosten übernimmt – unabhängig davon, ob es sich um stationäre oder ambulante Pflege handelt. Die gemeinsame Forderung: „Sämtliche durch einen unabhängigen pflegerischen-medizinischen Dienst für bedarfsgerecht erachtete Pflegeleistungen müssen in vollem Umfang und ohne Eigenanteile vollständig von den Kassen finanziert werden.“

Die Karten mit der Botschaft „Pflege darf nicht arm machen – Vollversicherung in der Pflege, jetzt!“ stehen im Download-Bereich des Paritätischen zum Ausdrucken zur Verfügung.

Passend dazu: Was eine Pflegevollversicherung für die Beiträge bedeuten würde