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Keine SIS ohne den Sozialen Dienst

Die strukturierte Informationssammlung (SIS) ist ein erstes Kennenlernen aus Sicht des neu eingezogenen Bewohners. Hier kommt es darauf an, ihm gut zuzuhören.

Die SIS erfasst Wünsche, Bedürfnisse, Bedarfe und Gewohnheiten aus Sicht des alten Menschen. Auf dessen Grundlage entsteht der Maßnahmenplan. "Idealerweise wirkt die Betreuung bei beidem mit", so Dozentin Bettina Greb-Kohlstedt. Foto: Thordis Gooßes

Das Zuhören ist aus Sicht von Betreuungsexpertin Bettina Greb-Kohstedt eine ganz wichtige Kompetenz. Das macht ihrer Erfahrung nach die Betreuung eher als die Pflege. „Nutzen Sie das“, rief die Dozentin ihre Zuhörenden beim ersten Präsenztermin ihres Seminars zu Qualitätsmanagement und Dokumentation für den sozialen Dienst im Mai in Hannover auf.

Die SIS lebe davon, was der Soziale Dienst liefert. Daher sollte er bei der Erstellung der SIS dabei sein. In der Praxis wird das jedoch oft separiert – zum Nachteil der Betroffenen. „Es gibt kein Thememfeld, bei dem die Betreuung keine Rolle spielt“, so Greb-Kohstedt. „Und auch keines, das ausschließlich Betreuung betrifft.“ Zum Beispiel im Themenfeld „krankheitsbedingte Anforderungen“: Hier ist es neben der pflegerischen Versorgung die Betreuung, die sich gezielt mit dem Betroffenen beschäftigt.

Daraus ergibt sich: Es muss eine SIS und auch nur einen Maßnahmenplan geben. Dieser zeigt alles auf einen Blick in einem logischen Zusammenhang. „Das vermeidet dann auch Stress in der Prüfung“, weiß Greb-Kohlstedt.

Am 12. Mai findet dasr „Seminar 4: Qualitätsmanagement und Dokumentation für den sozialen Dienst“ noch einmal digital via Zoom statt.

Die Themen im Einzelnen:

  • Den Blickwinkel ändern – personenzentrierte Betreuungsarbeit
  • Strukturierte Informationswsammlung (SIS) und Co. – wo dokumentiert und evaluiert der Soziale Dienst?
  • Indikatorendatenerhebung – welche Rolle haben Sie dabei?
  • QPR-stationär – Risikogruppen und einige unerwartete Besonderheiten
  • Expertenstandards und Grundsatzstellungnahmen – was macht eine gute Qualität aus?
  • Neue Strukturen – welche Bereiche stehen auf dem Prüfstand?