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Sturzprophylaxe: Zusammenarbeit im Blick

Die zweite Aktualisierung des Expertenstandards Sturzprophylaxe bestätigt die bekannten Sturzrisikofaktoren und prophylaktische Maßnahmen. Dennoch setzt der Standard neue Impulse, wie etwa bei der Verfahrensregel zur Sturzprophylaxe. Die vorbehaltenen Aufgaben für Pflegefachleute und die Zusammenarbeit mit geringer qualifizierten Pflegenden und anderen Berufsgruppen werden differenziert aufgegriffen.

Gehübungen am Handlauf
Die Verfahrensregel muss klären, wie sturzrelevante Informationen zum Beispiel zu den Betreuungsassistenzen gelangen. Foto: Werner Krüper

Die Gesamtverantwortung für die Einschätzung des Sturzrisikos obliegt der Pflegefachperson. Dabei muss sie Pflegesituationen erkennen, die die Beteiligung weiterer Berufsgruppen an der Risikoeinschätzung erfordern. Dazu gehört auch ein physiotherapeutisches Assessment von Gang, Balance, Beweglichkeit und Kraft oder ein ergotherapeutisches Assessment der Umgebungsgestaltung. „In der Verfahrensregel sind also die Situationen und Zielgruppen zu definieren, die eine Einbindung erforderlich machen können beziehungsweise für die eine regelhafte Einbindung vorgesehen ist“. So bringt es Pflegeexpertin Heike Jurgschat-Geer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren auf den Punkt. Des Weiteren sei zu klären, wie die Beteiligung konkret umgesetzt werden könne.

Verfahrensregel schafft Grundlage für gute Beratung

In der Verfahrensregel ist die Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen internen und externen Freizeit -und Therapieangeboten zur Sturzprophylaxe und der Pflege und Betreuung zu klären. Aus Sicht des Sozialen Dienstes ist es laut Jurgschat-Geer wichtig, Informationen über das Belastungs- und Anforderungsniveau der Bewohner:innen von den Pflegefachpersonen zu erhalten. Nur so können Mitarbeitende die Gestaltung der Angebote darauf ausrichten. Die Pflegefachperson benötigt ihrerseits ein konkretes Bild über Zielsetzung und Ablauf der Angebote, um diese mit der Bewohner:in auswählen und beraten zu können.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für stabilisierende Bewegungsangebote und mehr finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.