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Generationenprojekt gegen Einsamkeit zeigt Wirkung
Posaunenchor, junge Musikerinnen und mitsingende Bewohner:innen machten das Haus Stephanus in Alsfeld zum Ort der Begegnung. Die Veranstaltung ist eingebettet in ein langfristiges Projekt, das auf kulturelle Teilhabe und soziale Vernetzung setzt.
Musik schafft Gemeinschaft
Festliche Bläserklänge erfüllten am vierten Advent das Haus Stephanus in Alsfeld. Der Posaunenchor gestaltete die Adventsfeier musikalisch und schuf eine würdevolle Atmosphäre für Bewohner:innen, Mitarbeitende und Gäste. Mit Trompeten, Posaunen und weiteren Blasinstrumenten präsentierten die Musiker:innen bekannte Weihnachtslieder, die bei den Zuhörenden großen Anklang fanden. Viele Bewohner:innen sangen leise mit oder lauschten aufmerksam.
Das Betreuungsdienstteam und Auszubildende aus dem Pflegebereich begleiteten die Bewohner:innen zum zentralen Marktplatz des Hauses, der regelmäßig als Bühne für gemeinschaftliche Veranstaltungen dient. Nach dem Konzert überreichte der Betreuungsdienst den Musiker:innen ein Weihnachtspräsent und lud zum Adventskaffee ins Café Goethe ein.
Generationsübergreifende Begegnungen gegen Einsamkeit
Die Adventsfeier ist Teil des Projekts „Generationen-Gesundheitsnetzwerk: gemeinschaftliche Bewältigungsstrategie gegen Einsamkeit im Alter“. Dieses verfolgt einen langfristigen Ansatz, der auf Begegnung, kulturelle Teilhabe und soziale Vernetzung setzt. „Es geht darum, Menschen nicht nur zu versorgen, sondern sie sichtbar und hörbar einzubinden“, erklärte Minh Luis, Projektkoordinatorin des Netzwerks und Betreuungsdienstleitung im Haus Stephanus.
Bereits am 19. Dezember hatte die Musikschule Alsfeld das Haus besucht. Ulrike Schimpf und drei Schülerinnen im Alter von zwölf bis dreizehn Jahren spielten mit Klarinetten und Querflöten bekannte Musikstücke in verschiedenen Wohnbereichen. Besonders das Weihnachtslied „Süßer die Glocken nie läuten“ fand großen Anklang.
Vielfältige Angebote bereichern den Alltag im Pflegeheim
Neben den musikalischen Darbietungen bereicherten weitere Aktivitäten die Adventszeit im Haus Stephanus. Die Christliche Brüdergemeinde Grünberg gestaltete ein Weihnachtskonzert und besuchte anschließend Bewohner:innen in ihren Zimmern. Auch gemeinsame Backaktionen mit Landfrauen, Familien und Schulklassen fanden statt.
Ein besonderes Highlight war der Besuch des Vereins Therapiehunde Osthessen. Mehrere Therapiehunde besuchten Bewohner:innen und schufen durch Streicheln, Blickkontakt und kleine Bewegungsimpulse emotionale Begegnungen. Im Vorfeld hatten Bewohner:innen gemeinsam mit dem Betreuungsdienst selbstgemachte Hundeleckerlis vorbereitet.
Für Projektkoordinatorin Minh Luis sind diese Aktivitäten mehr als bloße Termine: „Wenn Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen regelmäßig zusammenkommen oder Tiere Brücken bauen , dann entsteht Vertrauen.“ Einsamkeit werde nicht thematisiert, sondern verliere im Alltag spürbar an Raum. Dies ist ganz im Sinne des vom Hessischen Ministerium für Gesundheit geförderten Projekts.
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