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AktivierenPreis 2025 für ein starkes Betreuungsteam

Das Pflegezentrum Hephata der Stadtmission Nürnberg Pflege gGmbH hat den Wettbewerb um den AktivierenPreis 2025 gewonnen. Mit seinem Konzept für starkes Betreuungsteam, das Gold wert ist, konnte das Team um Sozialdienstleitung Insa van Oterendorp die Fachjury überzeugen.

Aktivieren Chefredakteurin, Miriam von Bardeleben (2. v. l.) und Aktivieren Redakteurin Thordis Gooßes (l.) hatten Blumen, Urkunde und ein Preisgeld von 3000 € mitgebracht. Sozialdienstleiterin Insa van Oterendorp (3. v. r.) mit Einrichtungsleitung Andrew Scheffel (r.) und Uwe Pihsowotzki, Geschäftsführer des Fachbereichs Senioren der Stadtmission Nürnberg Pflege gGmbH freuten sich mit dem gesamten Team.
Aktivieren Chefredakteurin, Miriam von Bardeleben (2. v. l.) und Aktivieren Redakteurin Thordis Gooßes (l.) hatten Blumen, Urkunde und ein Preisgeld von 3000 € mitgebracht. Sozialdienstleiterin Insa van Oterendorp (3. v. r.) mit Einrichtungsleitung Andrew Scheffel (r.) und Uwe Pihsowotzki, Geschäftsführer des Fachbereichs Senioren der Stadtmission Nürnberg Pflege gGmbH freuten sich mit dem gesamten Team. Foto: Pflegezentrum Hephata/Stadtmission Nürnberg

Konzept lebt von Haltung, Halt und Herzblut

Der Wettbewerb um den AktivierenPreis 2025, initiiert von der Redaktion der Zeitschrift Aktivieren, hat 2025 ein starkes Betreuungsteam, das Gold wert ist, in den Mittelpunkt gerückt. Das Konzept des Pflegezentrums Hephata hat mit seiner Kommunikation und der Zusammenarbeitet auf Augenhöhe innerhalb des Betreuungsteams und mit allen Schnittstellen überzeugt. Denn dadurch steigert es die Mitarbeiterzufriedenheit und die Lebensqualität der Bewohner:innen messbar. Das spürt jeder im ersten Moment, in dem er das Pflegezentrum Hephata betritt.

„Wir zeichnen die Preisträger-Einrichtung genau dort aus. Vor Ort, wo das Leben stattfindet“, wie Chefredakteurin Miriam von Bardeleben bei der Preisverleihung in Nürnberg betonte.

„Der heutige Tag ist das beste Beispiel, dass das Team mit viel Freude an die Arbeit geht“, so Einrichtungsleiter Andrew Scheffel. „Das Team ist etwas Besonderes. Und die Bewohner haben Lust auf den Alltag.“

Sozialdienstleitern Insa van Oterendorp bekam die Nachricht, dass ihre Bewerbung gewonnen hat am ersten Arbeitstag nach ihrem Urlaub. „Wir haben uns riesig gefreut.“ Sie bedankte sich bei allen, die diese Arbeit ermöglichen und unterstützen: das Betreuungsteam, die Einrichtungsleitung, die Ehrenamtlichen und die Pflege – und widmete all jenen ein Cello-Stück von Elvis Presley: „Can’t help falling in love“, das sie im Rahmen der Preisverleihung zum Besten gab und das das Team sichtbar rührte.

Team gestaltet herausragende Veranstaltung

Mit musikalischen und tänzerischen Einlagen hat Insa van Oterendorp die Preisverleihung choreografiert. Auch hier zeigte sich: Mitarbeitende sind aktiv eingebunden und leben das Konzept. Das hatte die Jury überzeugt: „Die Struktur gibt Halt und Sicherheit, aber lässt auch Freiraum. Und sie wirkt sich auf Beziehungen aus“, so das Jurystatement. Die Jurorinnen Annegret Miller, Stephanie Adler und Anke Franke hoben besonders hervor, dass die Einrichtung „viel Wert auf die Kommunikation und Schnittstellenarbeit legt. Dies schafft Planungssicherheit und somit Mitarbeiterzufriedenheit.“ Sie lobten das Zusammenspiel aus Haltung und Herzblut sowie die Balance aus Freiraum und Sicherheit als vorbildhaft auch für anderen Einrichtungen.

„Was Ihre Bewerbung für meine Jurykolleginnen und mich begeistert hat: Ihr Konzept überzeugt durch mehrere Säulen: Ihre Kommunikationskultur und Haltung, Ihre Schnittstellenarbeit und die konkreten Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende. Daraus resultiert Mitarbeiterzufriedenheit und Betreuungsqualität, die den Bewohner:innen zugute kommt“, so Aktivieren-Redakteurin und Jury-Vorsitzende und Thordis Gooßes.

Struktur wirkt auf Beziehung

Der Leitsatz von Betreuungsleitung Insa von Oterendorp lautet: „Struktur wirkt sich auf Beziehung aus“. Sie richtet ihre Dienstplangestaltung auf die Belange der Betreuung aus und auf die Bedürfnisse der Teammitglieder. Damit stärkt sie das Profil der sozialen Arbeit und sorgt für Transparenz und Weiterentwicklung.

Die Einrichtung setzt die Kompetenzen und Neigungen der Mitarbeitenden bewusst ein und gibt ihnen Raum. Dazu gehören auch Aufgaben über das normale Maß hinaus, entsprechend Vorlieben und Fähigkeiten. Beispiele sind etwa Dekoration, Gartengestaltung oder spezielle Gruppenangebote. Das schärft das Profil der Einzelnen, stärkt das Team als Ganzes und motiviert.

Besprechungen fördern Entwicklung und Zusammenarbeit

In den regelmäßigen Besprechungsrunden ist unter anderem Platz für teambildende Angebote, Mikroschulungen, wohnbereichsübergreifende Gruppenanpassungen und Erfahrungen. Es ist Platz für Rückblick und Ausblick auf Veranstaltungen sowie für Personalthemen. Von zusätzlicher Bedeutung sind die Mitarbeiterjahresgespräche. Sie stärken den Austausch und den Zusammenhalt zwischen jedem einzelnen Mitarbeitenden und der Leitung des Sozialen Dienstes.

Balance zwischen Vorgaben und Freiraum

Mit ihrem Führungsstil schafft die Sozialdienstleiterin eine ausgewogene Balance zwischen Vorgaben und Strukturen einerseits und Gestaltungsfreiraum andererseits. Sie macht sich das Gegenstromprinzip zunutze: Vorgaben in Top-Down-Richtung einerseits und konkrete Ausgestaltung und Korrektur in Bottom-up-Richtung durch Teammitglieder andererseits.

Schnittstellenarbeit für ein Miteinander auf Augenhöhe

Die Schnittstellen zu anderen Berufsgruppen, insbesondere der Pflege, sind klar und transparent geregelt, bedürfen aber immer wieder eines wachen Blicks. Die Betreuungsleitung setzt Grenzen und unterstützt die Kolleg:innen. Im Ergebnis erleben alle Beteiligten Pflege und Sozialdienst nebeneinander auf gleicher Ebene – für kollegiale Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Das Pflegezentrum setzt auf Entwicklung als Prinzip. Dazu gehören Schulungen und Weiterbildung, regelmäßige Fortbildungen, Feedbackkultur und Fehlerfreundlichkeit. Mikroschulungen im Rahmen der Besprechungen sorgen im Alltag für Weiterentwicklung.

Positive Rückmeldungen bestätigen das Konzept

Dass das Konzept aufgeht, zeigen die Rückmeldungen von Bewohner:innen und Angehörigen und ihr Interesse, die Angebote wahrzunehmen. Viele bleiben der Einrichtung verbunden, auch nachdem ein pflegebedürftiger Angehöriger verstorben ist.

Das Pflegezentrum Hephata hat sich geöffnet für neue Wege, echte Beteiligung und eine Betreuung, die verbindet und begeistert. Das schafft Lebensqualität, Tag für Tag.

Insa van Oterendorp, Sozialdienstleitung, Pflegezentrum Hephata der Stadtmission Nürnberg Pflege gGmbH im Gespräch mit Thordis Gooßes, Redakteurin Aktivieren, Vincentz Network

Mehr dazu lesen Sie im Schwerpunkt der November-Ausgabe 2025 der Zeitschrift Aktivieren.

AktivierenPreis2025