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Aktive Pausen: Best-Practice für die Mitarbeitergesundheit

Das Seniorenzentrum Maximilian in Bad Wörishofen hat seit April 2025 wöchentliche „aktive Pausen“ für seine Belegschaft etabliert. Die gezielten Bewegungseinheiten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollen die Mitarbeitergesundheit fördern und den Teamzusammenhalt stärken.

Die „aktive Pause“ ist ein niedrigschwelliges, einfach implementierbares Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), das Pflegeeinrichtungen unmittelbar nutzen können. Foto: Ambiente Care/Seniorenzentrum Maximilian

Das Konzept integriert kurze, gezielte Bewegungseinheiten in den regulären Arbeitsablauf der Pflegeeinrichtung. Laut den Verantwortlichen sollen diese Pausen Körper, Geist und Teamdynamik nachhaltig stärken und stellen ein Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements dar.

Die Umsetzung begann mit einfachen Ganzkörperübungen, entwickelte sich jedoch schnell weiter. Für das Sommerfest erarbeiteten die Mitarbeiter sogar eine Tanzchoreografie, die alle Beschäftigten einbezog. Das Rotationsprinzip sieht vor, dass jede Abteilung abwechselnd die Gestaltung der Bewegungseinheiten übernimmt. Begleitet von motivierender Musik sollen die Pausen Koordination, Körperbewusstsein und Durchblutung fördern.

Mentale Erholung und Stressreduktion

Die Einrichtung begründet das Programm mit verschiedenen gesundheitlichen Aspekten. Die regelmäßige Bewegung soll Muskel-Skelett-Erkrankungen vorbeugen, indem sie die Rücken- und Nackenmuskulatur entlastet und das Risiko arbeitsbedingter Überlastungen langfristig reduziert.

Darüber hinaus sollen die Bewegungspausen mentale Erholung und Stressreduktion bewirken. Durch die gesteigerte Durchblutung und die mögliche Ausschüttung von Endorphinen soll mentale Ermüdung abnehmen. Die Einbindung der Mitarbeiter in die Pausenplanung soll zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl stärken und Wertschätzung vermitteln, was sich positiv auf Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit auswirken soll.

Beatrix Leise-Lesser, Leiterin der sozialen Betreuung, erklärt die Motivation: „Jeder bringt hier jeden Tag 100 Prozent. Deshalb ist es genauso wichtig, auf sich selbst zu achten und auf den eigenen Körper zu hören.“

Das Seniorenzentrum bewertet die aktive Pause als niedrigschwelliges, einfach implementierbares Instrument des betrieblichen Gesundheitsmanagements, das andere Pflegeeinrichtungen unmittelbar nutzen könnten. Laut der Einrichtung zeige dieses Modell, dass kurze Interventionen große Wirkung auf Gesundheit, Motivation und Teamdynamik haben können.

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