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Spielen gegen den Stress

Zahlen belegen, dass Pflegende im professionellen Umfeld häufig unter der Belastung durch ihre Tätigkeit in Pflege und Betreuung leiden und ein höheres Risiko für Burnout haben. Das europäische Forschungsprojekt Simply4emotions erarbeitet Präventionsmaßnahmen, um Personal in Pflegeberufen besser im Umgang mit belastenden Situationen zu unterstützen.

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Kein klassisches Brettspiel soll gegen den Stress wirken. Vielmehr soll eine Bergtour entwickelt werden, welche die Mitspieler mit herausfordernden Situationen und Konflikten konfrontiert. Damit soll eine sichere Umgebung geboten werden, die neue Denkmuster anregt. Foto: Tm Welz

Spielen gegen den Stress: Der Personalmangel in Pflege und Betreuung wird durch Fehlzeiten des Bestandspersonals verschärft – ein Grund, warum auch die Europäische Union die Gesundheitssicherung des Pflegepersonals im Blick hat. Im Rahmen des neuen Forschungsprojekts „Simply4emotions“ steht dieser Aspekt daher im Vordergrund. Die Idee ist, an der emotionalen Selbstregulation und am Stressmanagement der Mitarbeitenden anzusetzen. Das Projektteam entwickelt zu diesem Zweck sowohl ein physisches wie auch ein digitales Simulationsspiel mit Spielmaterial, Anleitungen und Handouts in verschiedenen Sprachen. In diesem Spiel soll der Umgang mit Belastungssituationen und Lösungsstrategien geübt werden, die zur Resilienz beitragen.

Bergtour statt Pflegeinhalte

Um hier möglichst passgenau zu arbeiten, erstellte das Projektteam zunächst eine Anforderungsanalyse und evaluiert in mehreren Testläufen Funktionalität und Wirksamkeit der Lerninhalte. Geplant ist, das Spiel nicht mit Inhalten der Pflege zu gestalten, sondern eine Bergtour zu entwickeln, welche die Mitspieler mit herausfordernden Situationen und Konflikten konfrontiert. Damit soll eine sichere Umgebung geboten werden, die neue Denkmuster anregt.

Nach Abschluss des Projekts wird das Spiel als öffentlich zugängliche Open Educational Resource (OER) zur Verfügung stehen, um eine weite Verbreitung durch einfachen Zugang und hohe Nutzerfreundlichkeit zu gewährleisten.

Das Wohlfahrtswerk arbeitet bei Simply4emotions mit den folgenden Projektpartnern zusammen: der DHBW Stuttgart, den griechischen Instituten Challedu und Frodizo, dem italienischen ISRAA Istituto per servizi di ricovero e assistenza agli anziani, der finnischen Turku University of Applied Sciences sowie der irischen Universität Galway.

Das Projekt ist Ende 2023 gestartet und läuft bis Februar 2026.