Angebotsplanung
Senioren posieren als Fotomodelle
Im Haus am Bürgerpark in Ovelgönne (Landkreis Wesermarsch in Niedersachsen) sind Fotos für einen besonderen Kalender entstanden. Unter dem Motto: „Eine Zeitreise durch die Mode der letzten 100 Jahre“ posierten verschiedene Seniorinnen und Senioren, die in der Pflegeeinrichtung der Specht Gruppe leben, für jedes Monatsblatt und schlüpften in die Rolle eines Fotomodells.
Senioren posieren als Fotomodelle: So zeigt das Januarblatt beispielsweise eine Rollstuhlfahrerin im goldenen Glitzerkleid mit Perlenkette und Federboa um den Hals, in ihrer rechten Hand, die von einem langen, schwarzen Handschuh bekleidet wird, hält sie eine elegante Zigarettenspitze. „Wir hatten alle so viel Spaß“ sagt Einrichtungsleiterin Heidi Kuhlmann. „Auch die, die nicht vor der Kamera standen.“ Ganze Trauben von Bewohnern und Mitarbeitern hatten sich vor dem jeweiligen „Shootingset“ versammelt und dabei zugeschaut, wie die Models die damalige Mode zur Schau stellen.
Betreuungsteam hat Shooting organisiert
Organisiert wurde das ganze Shooting von dem Betreuungsteam der Pflegeeinrichtung Haus am Bürgerpark, eine Einrichtung der Specht Gruppe, unter der Leitung von Ergotherapeutin Annika Humpich. Bereits für das vergangene Jahr hatten sie einen Kalender mit Fotos der Bewohner angefertigt. Da hieß das Motto „Wir stellen Sprichwörter bildlich dar“. Viele Bewohner haben deshalb sofort zugesagt, als sie für den nächsten Kalender angefragt wurden. „Eigentlich hätten wir mehrere Kalender für ein Jahr machen können“, freut sich Annika Humpich über die rege Teilnahme. Mit diesen Motiven wurde der Kalender professionell 250 Mal gedruckt. Neben den Bewohnern haben ihn auch Angehörige geschenkt bekommen.
Im Team auf Requisitensuche
Aber nicht nur die Bewohner waren engagiert, auch die Mitarbeiter des Hauses. Denn neben der Mode sollten auch die Requisiten passend sein. Um alles möglichst authentisch darzustellen, haben sie gemeinsam recherchiert, welche Kleidung in welchem Jahrzehnt getragen wurde, aber eben auch, welche Gegenstände zu damaligen Zeiten in Gebrauch waren. Für die Recherche gab es viele Gespräche mit den Bewohnern. Mithilfe der Niederdeutschen Bühne Brake wurden dann unterschiedliche Kostüme herangeschafft, und die Mitarbeiter haben Familie, Freunde und Bekannte mobilisiert, um beispielsweise nach alten Requisiten wie Tannenbaumschmuck, Schreibgeräten, Kochtöpfen und ähnlichem zu schauen. „Das war eine tolle Gemeinschaftsleistung“ bilanziert Einrichtungsleiterin Heidi Kuhlmann.
Kalender hält besondere Momente fest und schafft neue
Auch der ehrenamtliche Fotograf Heiko Ideler war mit Herzblut dabei und fing die tollen Motive mit seiner Kamera ein. „Mit diesem Kalender ermöglichen wir nicht nur, besondere Momente festzuhalten, sondern auch, welche zu kreieren“, sagt Ergotherapeutin Annika Humpich. Natürlich ist für das Jahr 2025 ein neuer Kalender geplant.
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