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Pflege: Wie Rentenabgänge den Personalzuwachs auffressen
Schon jetzt gibt es einen erheblichen Personalmehrbedarf in der Langzeitpflege. Die gute Nachricht: Die Ausbildungszahlen in der Pflege sind in den letzten Jahren höher als jemals in der Geschichte. Die schlechte Nachricht: Das wird angesichts der Altersdemografie in der Pflege und der Gesellschaft nicht reichen.
Darauf hat Prof. Dr. Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) in seinem Vortrag auf dem Messekongress der Leitmesse ALTENPFLEGE 2024 in Essen hingewiesen. Im Jahr 2025 werden voraussichtlich rund 36.000 neue Pflegefachpersonen in den Arbeitsmarkt einsteigen. Dem gegenüber stehen 9.600 Pflegefachpersonen, die altersbedingt aus dem Beruf ausscheiden. Im Ergebnis kommt es also zu einem Personalzuwachs. Zumindest in den kommenden Jahren.
Das Delta aus Berufseinsteigern und Rentenabgängen wird jedoch immer kleiner und gleicht sich bis zum Jahr 2030 nahezu an – selbst wenn es gelingt, die derzeit hohen Ausbildungszahlen stabil zu halten. „Diese Entwicklung trifft uns zuerst“, so Isfort. Hinzu komme die demografische Entwicklung in der Gesellschaft, deren Folgen vor allem in den Jahren 2030 bis 2050 spürbar würden: Überalterung und zunehmende Pflegebedürftigkeit.
Isfort ist sich schon jetzt sicher, dass die Vorgaben der Personalbemessungsinstrumente in den Pflegheimen und Krankenhäusern nicht zu halten sein werden.
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