Angebotsplanung

Mobilität fördern: Pflege und Betreuung im Team

Die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Mobilitätsförderung ist ein Schlüssel zur Selbstständigkeit und Lebensqualität. Lesen Sie, wie Pflegefachpersonen, Sozialdienst und Assistenzkräfte erfolgreich zusammenarbeiten.

Seniorengruppe trainiert am Ergometer
Bewegung sollte auch in alltägliche Routinen eingebunden werden, beispielsweise durch das Anregen zur Eigenbewegung. Foto: Werner Krüper

Bedeutung der Mobilität für Senior:innen

Mobilität ist entscheidend für die Selbstständigkeit und Lebensfreude von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Sie beeinflusst sowohl die physische Gesundheit als auch das emotionale Gleichgewicht. Daher ist es wichtig, Mobilität gezielt zu fördern.

Aufgaben der Pflegefachpersonen

Pflegefachpersonen spielen eine zentrale Rolle in der Mobilitätsförderung:

  • Einschätzung der Mobilität: Erfassung von Gesundheitsproblemen und Bewegungseinschränkungen.
  • Therapeutische Maßnahmen: Anleitung zu Bewegungsübungen und Einsatz technischer Hilfsmittel.
  • Prophylaxen: Vermeidung von Sturzereignissen und Hautschädigungen.
  • Beratung und Schulung: Unterstützung von Pflegeempfänger:innen und Angehörigen.
  • Abstimmung: Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten.

Aufgaben der Fachpersonen des Sozialen Dienstes

Fachkräfte des Sozialen Dienstes fördern Mobilität durch:

  • Bewegungsangebote: Gruppenaktivitäten und kreative Mobilitätsangebote.
  • Motivation und Unterstützung:Begleitung von Menschen mit psychischen Belastungen.
  • Integration in soziale Interaktion: Bewegung in unterhaltsame Aktivitäten einbinden.

Beispiel: Ein Bewohner nimmt an einer Bewegungsgruppe unter Leitung der Fachkraft des Sozialen Dienstes teil und gewinnt durch Übungen und soziale Kontakte Sicherheit und Selbstvertrauen.

Aufgaben der Assistenzpersonen

Assistenzpersonen unterstützen im Alltag:

  • Hilfestellung bei Bewegungen: Physische Unterstützung beim Gehen und Aufstehen.
  • Alltägliche Mobilisation: Einbindung von Bewegung in Routinen.
  • Nutzung von Hilfsmitteln: Fachgerechte Anwendung von Rollatoren und Gehhilfen.
  • Beobachtung und Rückmeldung: Dokumentation von Fortschritten und Problemen.

Beispiel: Eine Assistenzkraft meldet der Fachkraft Schwierigkeiten einer Bewohnerin mit dem Rollator, was zu einer gezielten Schulung führt und das Sturzrisiko reduziert.

Zusammenarbeit und Konfliktlösung

Die Zusammenarbeit erfordert klare Aufgabenverteilung und Kommunikation:

  • Schnittmengen bestehen in der Motivation zur Bewegung und Schulung von Angehörigen.
  • Abgrenzungen sind nötig zur Respektierung der Kompetenzbereiche.
  • Zur Konfliktlösung tragen regelmäßige Besprechungen und abgestimmte Wochenpläne bei.

Eine enge interprofessionelle Zusammenarbeit verbessert die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig. Pflegefachpersonen, Sozialdienst und Assistenzkräfte leisten wertvolle Beiträge durch kooperative Strukturen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für eine mobilitätsfördernde Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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