Demenz

Märchen beruhigen Menschen mit Demenz

Märchenstunden werten derzeit im Lahrer Seniorenheim Ludwig-Frank-Haus den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner auf. Die Einrichtung ist eine von rund 50 Pflegeheimen in in Baden-Württemberg, die am Präventionsprojekt „Es war einmal… Märchen und Demenz“ des Kompetenzzentrums Märchenland teilnehmen. Das berichtet das Portal baden online.

Maerchen, Krone, Buch, Foto: Maerchenland
Foto: Märchenland Im Ludwig-Frank-Haus wurden sechs Betreuungskräfte als zertifizierte Märchenerzählerinnen und -erzähler ausgebildet. So werden die regelmäßigen Märchenstunden auch künftig den Betreuungsalltag vielfältiger machen.

Das Projekt ist eine von Märchenland entwickelte, wissenschaftlich anerkannte Präventionsmaßnahme. Es basiert auf einer Studie über die positiven Auswirkungen von Märchen auf Menschen mit Demenz. Professionelle Märchenerzähler kommen dabei normalerweise in einem festen Rahmen regelmäßig in Seniorenheime.

Pandemiebedingt werden aufgezeichnete Märchenstunden im Wohnbereich vorgespielt. „Für ältere Menschen sind Märchen ein Zugang zu ihrer Kindheit. Alles Menschliche spiegelt sich in ihnen, die gesammelte Menschheitserfahrung. Der Identifikationsfaktor ist sehr hoch. Es sind Gleichnisse“, sagt Märchenerzählerin Marlies Ludwig. Darum wirkten Märchen besonders auf Menschen mit Demenz beruhigend.

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