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Für Pflege begeistern: „Kein Beruf, sondern Berufung“
Pflegeberufe standen im Haus Stephanus im hessischen Alsfeld im Fokus: Das „Hessische Fachkräftecamp“ machte dort Station und bot Jugendlichen einen Blick hinter die Kulissen.
Für Pflege begeistern: „Kein Beruf, sondern Berufung“: Mit dem Ziel, jungen Leuten ohne unnötige Umwege, Abbrüche oder Warteschleifen den ersten Schritt auf der Karriereleiter zu ermöglichen, initiierte das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft in diesem Jahr erstmals eine neue Plattform – die „hessischen Fachkräftecamps“. Sie bieten die Chance, bei Betriebsrundgängen und Live-Interviews hinter die Kulissen von Gesundheits-, Pflege- sowie Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen zu schauen. Sie lernen so unterschiedliche Berufe praxisnah kennenn und kommen mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt.
Persönliche Erlebnisse bauen Berührungsängste an
„Die meisten Schülerinnen und Schüler hatten vor dem Besuch unserer Einrichtung entweder keine oder nur vage Vorstellungen, wie es in einem Alten- und Pflegeheim zugeht und was es bedeutet, in der Altenpflege zu arbeiten. Das erfreuliche positive Feedback der Schüler zeigt, wie sinnstiftend und wie wertvoll diese pflegerische Berufe bewerten“, so Einrichtungsleiter im Haus Stephanus, Manuel Jöckel. „Live-Erlebnisse bauen nicht nur Berührungsängste ab, sondern machen nicht wenigen Bock auf eine Ausbildung im Gesundheitsbereich“, pflichtet ihm Minh Luis bei, Leiterin des Betreuungsdienstes.
„Das mit dem Backen war neu für mich und das mit dem Sport heute fand ich cool“, lobte eine Gymnasiastin der ASS Alsfeld das Programm, das unter anderem Gleichgewichtsübungen beinhaltete. „Das vielfältige Angebot schafft Abwechslung, sodass die älteren Menschen nach dem Einzug ins Heim schnell in einen geregelten Alltag zurückfinden und sich wie zu Hause fühlen“, lobte eine weitere Gymnasiastin das Konzept der Einrichtung.
Wiedersehen im Bewerbungsverfahren nicht ausgeschlossen
Nach persönlichen Gesprächen mit 15 überaus motivierten Schüler:innen, die das örtliche Gymnasium der Albert-Schweitzer-Schule Alsfeld und die Geschwister-Scholl-Schule (Haupt- und Realschule) besuchen, stellte die Demenz- und Alzheimer-Expertin des Hauses Stephanus bei rund jedem dritten Fachkräftecamp-Besucher grundsätzliches Interesse an einer Tätigkeit im Gesundheitswesen fest. „Pflege ist mehr als ein Beruf, nämlich Berufung“, erklärte sie den von der abwechslungsreichen Tätigkeit angetanen Jugendlichen. „Und wer weiß, vielleicht gibt’s ja bei künftigen Bewerberverfahren im Haus Stephanus das ein oder andere Wiedersehen mit Teilnehmenden des Schnuppertages?“, blickt im Ergebnis des Tages auch Einrichtungsleiter Jöckel optimistisch nach vorne.
Interprofessionelles Arbeiten ist in Altenpflegeeinrichtungen Standard
„Die Schülerinnen und Schüler haben gesehen, dass ein Alten- und Pflegeheim ähnlich wie ein Schweizer Uhrwerk, bei dem ein Rädchen ins andere greift, funktioniert“, erläutert Minh Luis. Genau wie in der Forschung oder großen Kliniken sei in Alten- und Pflegeheimen interprofessionelles Arbeiten Standard. „Das bedeutet, dass im Haus Stephanus unterschiedliche Berufsgruppen wie beispielsweise ‚Pflegefachfrauen‘ oder ‚Pflegefachmänner‘ Hand in Hand mit Therapeuten und Betreuungspersonal zusammenarbeitet.“
Einblicke in die Angebote des Haus Stephanus:
- Erntedank und Herbstfest gegen Stimmungstiefs
- Freudenbiografiearbeit: Das Glück im Moment entdecken
- Hauszeitungen leisten Erinnerungsarbeit
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