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Digitalministerin: „Roboter Pepper ist innovativ“
Von einem „Modellprojekt mit Vorzeigecharakter“ spricht Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus: Sie hat sich Mitte Juli beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Fulda über das Thema „Pflege 4.0 am Beispiel des Roboters Pepper“ informiert.
Als innovative Hilfsorganisation ist es dem DRK Fulda wichtig, neue Wege zu gehen. Das sagt Prokurist Markus Otto, Geschäftsbereichsleiter Senioren. Er ist hauptverantwortlich für die sechs vollstationären DRK-Pflegeeinrichtungen im Kreis Fulda und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg. So ist beispielsweise der humanoide Roboter Pepper bereits seit drei Jahren in den Einrichtungen regelmäßig im Einsatz und fester Bestandteil im Betreuungsalltag. „Rund 150 DRK-Bewohner nutzen dieses besondere Angebot jeden Monat“, so Otto. „Es ist hessenweit in dieser Form einzigartig. Ob Gehirn-Jogging, Singen und Tanzen oder klassische Bewegungstherapie – Pepper ist universell einsetzbar.“
Passend dazu: Broschüre zu Peppers drittem Geburtstag
Wie das Zusatzangebot Roboter für Wohlbefinden sorgt
„Gerade an Demenz erkrankte Menschen, bei den Basteln & Co. nicht mehr ausreichen, lassen sich von Pepper inspirieren und reagieren auf seine Ansprache“, berichtet Projektverantwortliche Laura Wahl. „Wir setzen auf Kontinuität. Frau Wahl ist die ‚Pepper-Mama‘. Sie kümmert sich fast ausschließlich um dieses Projekt – deshalb sind wir auch so erfolgreich“, betont DRK Fulda-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg. Und Otto ergänzt: „Pepper ist ein Zusatzangebot, dadurch wurde entgegen aller Kritik zu Beginn dieses Projekts kein Mitarbeiter eingespart. Vielmehr ist der Roboter zum unverzichtbaren Bestandteil unserer Arbeit geworden. Und wird er auch bei bettlägerigen Bewohnern eingesetzt, mit ersten Erfolgen für das Wohlbefinden.“
Wie Pepper dazu beiträgt, digitale Kompetenz zu stärken
Hessens Digitalministerin Sinemus bezeichnet das Projekt als vorbildlich. Sie strebt an, „diesen Fuldaer Piloten dafür zu nutzen, auch andere zu begeistern“. Die Ministerin geht dabei auch auf die Initiative der Hessischen Landesregierung „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ ein. Das Programm unterstützt ältere Mitbürgerinnen und -bürger dabei, ihnen die digitale Welt näher zu bringen. „Gerade Seniorinnen und Senioren fällt der Umgang mit digitalen Medien nicht immer leicht. Umso großartiger finde ich das Engagement des Roten Kreuzes in Fulda. Wir müssen uns in Zukunft noch viel stärker mit der Frage beschäftigen: Wie muss digitale Gesundheit aussehen?“, so die Staatsministerin.
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