Angebotsplanung

Digitale Teilhabe in Altenpflegeeinrichtungen erfolgreich fördern

Das Marienheim in Essen zeigt, wie Smartphones und Tablets nicht nur für Kontakte während der Pandemie, sondern nachhaltig für Einzel- und Gruppenbetreuungen genutzt werden können. Technische Ausstattung und geschultes Personal sind dafür entscheidend.

Tablets für die Soziale Betreuung
Mithilfe kleiner Workshops konnten sich auch zunächst skeptische Mitarbeitende für die Arbeit mit Tablets begeistern. So kann das Marienheim nun täglich Gemeinschaftsangebote machen und Einzelbetreuung anbieten. Foto: Theresia-Albers-Stiftung/Hubert Röser

Digitale Teilhabe in Altenpflegeeinrichtungen erfolgreich fördern: Im Essener Marienheim wurden mit Fördergeldern umfassende technische Voraussetzungen geschaffen: WLAN im gesamten Haus, sechs Tablets, ein mobiler Computerplatz und ein Beamer ermöglichen vielfältige digitale Angebote. Neben Einzelbetreuung gehören dazu auch gemeinschaftliche Aktivitäten wie das Streamen von Gottesdiensten oder das gemeinsame Anschauen von Fußballspielen. Betreuungsleitung und Projektverantwortliche Elena Hilgenberg schildert in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren ihre Erfahrungen.

Schulung und Überzeugungsarbeit

Um die digitalen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, wurde das Team geschult. Dabei ging es nicht nur um technische Fertigkeiten, sondern auch darum, Berührungsängste abzubauen. Fünf Mitarbeitende bieten nun digitale Angebote an, die auf die individuellen Interessen der Bewohner:innen abgestimmt sind. Workshops halfen, Vorbehalte abzubauen und Sicherheit im Umgang mit Geräten und Apps zu schaffen.

Lesen Sie auch das Interview mit Elena Hilgenberg: Wie Tablets digitale Teilhabe ermöglichen

Sichere Netze und nachhaltige Nutzung

Ein eigenes, vom Intranet getrenntes Netz schützt sensible Daten der Pflegeeinrichtung und erlaubt die kontrollierte Nutzung von Apps. Mit kostenfreien Anwendungen und der digitalen Lokalzeitung wird ein nachhaltiger Ansatz verfolgt. Der Erfolg des Projekts, das 2024 beim Digitaltag den zweiten Platz belegte, zeigt: Digitale Teilhabe kann nicht nur den Alltag bereichern, sondern auch Angehörige motivieren, eigene Geräte für die Bewohner
bereitzustellen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die analoge Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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