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ALTENPLFEGE 2025: Wie Bewegung Demenz beeinflussen kann

Die Potenziale von Prävention werden in der stationären Altenpflege nicht immer voll ausgeschöpft. Dabei kann Bewegung das Fortschreiten von Demenz verlangsamen und ist auch in der Dekubitusprophylase essenziell. Welche unterstützenden Technologien, Trainingsgeräte und Hilfsmittel Pflegende dabi unterstützen die Bewohnerressourcen stärken, das zeigen die Ausstellenden der ALTENPFLEGE2025 in Nürnberg vom 8. bis 10. April.

Roboter Pepper auf der Messe
Individuelle Bewegungsprogramme und innovative Ansätze sind nicht nur wirkungsvoll, sondern können auch Spaß machen. Beispielhaft dafür sind so genannte Fitnessspiele, auch als Exergaming bekannt - zusammengesetzt aus „exercise“ für „Übung“ und „gaming“. Altenpflege 2024 Foto: Florian Arp

ALTENPLFEGE 2025: Wie Bewegung Demenz beeinflussen kann: Regelmäßige körperliche Aktivität spielt eine entscheidende Rolle in der Betreuung von Menschen mit Demenz. Laut Physiotherapeut und Sportwissenschaftler Dr. Tim Fleiner verbessert Bewegung die Durchblutung des Gehirns, wirkt entzündungshemmend und stärkt kognitive Funktionen. Untersuchungen würden darauf hinweisen, dass demenzbedingte Abfallstoffe in den Zellen besser abtransportiert werden, wenn sich die Patienten mehr bewegen, so Fleiner.

Individuell abgestimmte Übungen können Symptome lindern

Die neuen Demenz-Leitlinien empfehlen daher individuelle Bewegungsprogramme, darunter auch innovative Ansätze wie Exergaming (zusammengesetzt aus „exercise“ für „Übung“ und „Gaming“, auch Fitnessspiel genannt) oder Mind-Body-Übungen. Diese Ansätze können die Symptome von Demenz lindern, deren Fortschreiten verlangsamen und die Lebensqualität erheblich verbessern. Besonders wichtig ist, dass die Übungen auf die individuellen Fähigkeiten abgestimmt sind. So können selbst einfache Bewegungen, die regelmäßig durchgeführt werden, eine nachhaltige Wirkung entfalten.

Neben der Verbesserung der körperlichen Fitness trägt ein multimodales Trainingskonzept aus Kraft-, Koordinations- und Ausdauerübungen Training, wie es beispielsweise das Bestform-Programm vorsieht, auch zur Prävention von Demenz bei. „Wer seinem Herzen etwas Gutes tut, tut auch seinem Gehirn etwas Gutes“, so Prof. Dr. Christine von Arnim von der Universitätsmedizin Göttingen.

Bewegungssensoren steigern die Sicherheit

Technologische Hilfsmittel wie Bewegungssensoren gewinnen in Pflegeheimen an Bedeutung. Sie helfen nicht nur bei der Sturzerkennung, sondern auch bei der Prävention von Dekubitus. Drucksensoren in Betten erfassen Positionsänderungen und können die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bewohner:innen erheblich steigern. „Technologie wird ein integraler Bestandteil moderner Altenpflege“, betont Dustin Feld von Medifox. Gleichzeitig ermöglichen solche Systeme eine präzisere Betreuung, da sie relevante Daten über die Bewegungsmuster der Bewohner:innen liefern.

Mobilität vor Hilfsmittel: Dekubitus vorbeugen

Immobilität ist eine der Hauptursachen für Dekubitus. Daher sollte vor dem Einsatz von Hilfsmitteln stets geprüft werden, ob die Mobilität der Bewohner:innen verbessert werden kann, erklärt Pflegeexperte Gerhard Schröder. Erst wenn Eigenbeweglichkeit nicht mehr ausreichend ist, kommen Hilfsmittel zum Einsatz. Bewegung bleibt der wichtigste Faktor, um gesundheitliche Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität im Alter zu erhöhen.

Tipp: Entdecken Sie in Halle 9 die neuesten Trends und Entwicklungen in den Bereichen Pflege & Therapie, von Pflegehilfsmittel über Alltags- und Mobilitätshilfen bis zur Rehabilitationstechnik.