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ALTENPFLEGE 2026: „Kultur und Sprache sind untrennbar miteinander verwoben“

Als Europas führende Online-Sprachschule und zertifizierter Bildungsträger unterstützt Lingoda seit 2020 internationale Pflegekräfte, Ärzt:innen, Hebammen und weitere Gesundheitsfachkräfte bei der Anerkennung ihrer Berufsqualifikationen in Deutschland. Ihre Programme verbinden Sprachlernen, Fachsprachkompetenz und Kultursensibilität – ein Thema, das für viele Pflegeeinrichtungen bei der Integration ausländischer Kräfte eine zentrale Rolle spielt. Im Interview mit der Redaktion gibt Lingoda einen Einblick, welche Trends Messebesuchende bei der Integration ausländischer Fachkräfte auf der ALTENPFLEGE 2026 vom 21. bis 23. April in Essen erwarten. Machen Sie sich selbst in Bild im Bereich Beruf, Bildung & Beratung (Halle 8).

Lindoda auf der ALTENPFLEGE 2026
Die Expertinnen von Lingoda geben einen Einblick, welche Trends Messebesuchende bei der Integration ausländischer Fachkräfte auf der ALTENPFLEGE 2026 erwarten.

Integration und Spracherwerb im Pflegealltag: Lingoda unterstützt internationale Pflegekräfte beim Erwerb der Fachsprache und bei der Anerkennung ihrer Qualifikation. Welche Erfahrungen haben Sie mit digitalen Lernformaten in einem stark praxisorientierten Berufsfeld wie der Pflege gemacht?

Unsere Erfahrung zeigt, dass digitale Lernformate besonders dann wirksam sind, wenn man sie stark auf die Praxis ausrichtet. Wir arbeiten mit realistischen Fallbeispielen, berufstypischen Dialogen und konkretem Fachwortschatz. Die Kombination aus Online-Live-Unterricht, festen Lernstrukturen und direktem Anwendungsbezug unterstützt den Transfer in den Arbeitsalltag sehr gut. Hier arbeiten wir Hand in Hand mit den Gesundheitseinrichtungen. Eine erfolgreiche berufliche Anerkennung ist nicht ohne eine gelingende betriebliche Integration möglich.

Hierzu bieten wir für etablierte Teams Schulungen an, um interkulturelle Kompetenz zu stärken. Wir geben Best-Practice-Beispiele sowie Werkzeuge an die Hand, damit jede*r Einzelne weiß, wie man aktiv zu erfolgreicher Kommunikation und Zusammenarbeit beitragen kann.

Sichere Kommunikation im Team und mit Bewohner:innen: Fachsprachliche Sicherheit ist eine Voraussetzung für Qualität und Patientensicherheit. Wie tragen Ihre Kurse dazu bei, die Kommunikation in Pflegeeinrichtungen zu verbessern und kulturelle Missverständnisse zu vermeiden?

Kultur und Sprache sind untrennbar miteinander verwoben. Deshalb ist Wissen zum Beispiel über unterschiedliche Kommunikationsstile über den Spracherwerb hinaus von zentraler Bedeutung. In unseren Kursen werden praxisnahe Inhalte wie Übergabegespräche, Dokumentation und Gespräche mit Pflegeempfänger:innen gezielt geübt. Dabei greifen wir auch explizit herausfordernde Situationen auf und zeigen auf, wie (kulturelle) Missverständnisse erkannt und konstruktiv geklärt werden können.

Auch hier setzen unsere Schulungen für internationale Teams an: Durch die Vermittlung kultursensibler Sprache unterstützen wir dabei, Feedbackgespräche und Anleitungen sicherer zu gestalten und die Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.

Anerkennungsverfahren und Fachkräftesicherung: Wie können Ihre Programme Pflegeeinrichtungen praktisch unterstützen, die internationale Fachkräfte beschäftigen oder auf die Anerkennung vorbereiten wollen?

Lingoda kümmert sich um die komplette theoretische Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung. So können sich die Einrichtungen voll und ganz auf die Praxis konzentrieren. Für eine ganzheitliche Begleitung im Anerkennungsverfahren und fortlaufenden Integrationsprozess stehen zudem die Expert:innen unserer Match Initiative beratend und unterstützend zur Seite.

Fördermöglichkeiten und Motivation: Ihre Kurse sind staatlich bis zu 100 Prozent förderbar. Welche Bedeutung hat diese finanzielle Unterstützung für Pflegekräfte und Träger – und wie motivieren Sie Lernende, langfristig dranzubleiben?

Internationale Pflegekräfte verfügen oft nicht über die Rücklagen, um teure Fachsprachkurse oder Prüfungsvorbereitungen selbst zu finanzieren. Die Förderung durch den Bildungsgutschein ermöglicht ihnen den Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Form der Weiterbildung, ohne ihre wirtschaftliche Stabilität zu gefährden. Träger können ihre Mitarbeiter hochqualifiziert ausbilden lassen, ohne das eigene Budget zu belasten.

Wir brechen den langen, steilen Weg bis zur Kenntnisprüfung in mehrere schaffbare Einheiten herunter, die gezielt mit dem Berufsalltag und/oder der Prüfung in Bezug stehen. So können sich die Teilnehmenden Stück für Stück herantasten, ihren eigenen Wissensstand reflektieren und ihre Prüfungstauglichkeit einschätzen. Das gemeinsame Online-Lernen in Kleingruppen mit Fachsprachlehrkräften sowie Medizin- und Pflegepädagog:innen schafft zudem Verbundenheit auf diesem Weg.

Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung: Welche Trends sehen Sie in der digitalen Sprachvermittlung und Weiterbildung in der Pflege? Und wie wird Lingoda künftig zur Fachkräftesicherung in Deutschland beitragen?

Wir halten viel von personalisiertem Lernen und realisieren dies bereits durch eine Art offene Lernsprechstunde als Ergänzung zum eigentlichen Kurs. In Zukunft möchten wir hier verstärkt auf Lösungen mit künstlicher Intelligenz als Ergänzung zum menschlichen Miteinander setzen. Didaktisch gesehen verfolgen wir stark Fertigkeiten wie die Mediation zwischen Sprachregistern und das Üben mit Szenarien. Durch solche kompakten und zielgerichteten Bildungsangebote komprimiert Lingoda die Zeit bis zur Anerkennung. Regelmäßige Kursstarts und zahlreiche verfügbare Plätze ermöglichen eine hohe Skalierbarkeit und tragen so zur Fachkräftesicherung bei.

https://www.altenpflege-messe.de