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ALTENPFLEGE 2025: So geht Bildung heute – von Mikroschulungen bis digitaler Infrastruktur
Innovative Lernmethoden und Austausch sind der Schlüssel, um relevantes Wissen zu vermitteln und zu verfestigen und Zeitressourcen effizient zu nutzen. Besucher:innen der ALTENPFLEGE 2025 in Nürnberg vom 8. bis 10. April haben die exklusive Gelegenheit, sich mit den wichtigsten Expert:innen zum Thema, den Ausstellenden in Halle 9 mit dem Schwerpunkt „Beruf & Karriere“, auszutauschen und im Forum Beruf und Karriere neue Impulse zu erhalten.
ALTENPFLEGE 2025: So geht Bildung heute – von Mikroschulungen bis digitaler Infrastruktur: Um kontinuierliches Lernen in den Alltag zu integrieren, empfiehlt Pflegeberaterin Heike Jurgschat-Geer strukturierte Übergaben, Mikroschulungen und Kollegiale Beratung. Wichtig ist laut der Beraterin im Gesundheitswesen dabei, Fortbildungen bewusst zu gestalten.
Vorteile und Ziele strukturierter Übergaben sind, relevantes Wissen weiterzugeben, Wichtiges von Unwichtigem zu differenzieren, Zeitressourcen effizient zu nutzen und fokussiert und professionell zu kommunizieren. Als Vorgehensweise empfiehlt sie eine Struktur in Anlehnung an das SBAR-Schema: Situation: Was ist passiert? (Momentane Situation), Background: Was ist die Vorgeschichte?, Assessment: Was ist das vermutliche Problem?, Recommendation: Was ist zu tun? (etwa Angehörigengespräche, Verlegung)
Mikroschulungen portionieren Wissen in kleine Happen. Sie zielen darauf ab, aktives Lernen zu fördern, Wissen auffrischen, zu vertiefen und zu verfestigen und ergänzen somit klassische Trainings. „Dieses portionierte Wissen reduziert didaktisch Komplexität“, so Jurgschat-Geer. Bekannte Beispiele sind die Factsheets, One-Minute-Wonder-Poster oder die Quick-Reference-Card, eine Kurzanleitung in Form einer Infografik. Solche Aushänge helfen, vorhandenes Wissen zu aktivieren und aufzufrischen. Gleichzeitig werden Wissenslücken geschlossen und das Interesse an einer Vertiefung geweckt. Nicht zuletzt unterstützen die visuellen Impulse den Theorie-Praxis-Transfer. Heike Jurgschat-Geer schlägt ihren gezielten Einsatz als Baustein in themenspezifischen
Schulungskonzepten vor.
Kollegiale Beratung: Reflexion und Problemlösung im Team
Komplexer ist die Methode der Kollegialen Beratung. Sie dient der systematischen Reflexion und Lösung von beruflichen Problemen. In einer Gruppe von Kollegen stellen alle gleichrangig ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Verfügung. Dabei halten sie sich an eine bestimmte Struktur und agieren in klar voneinander abgegrenzten Rollen: Die Ratsuchende Pflegeperson schildert in der Rolle des Fallerzählers die Ausgangslage, die Entwicklung im zeitlichen Verlauf sowie bisherige Lösungsversuche, inklusive eigener Gedanken, Erklärungen und Gefühlen. Sie formuliert die Schlüsselfrage und gibt den Beratungswunsch an die Kollegen, die in der Rolle der Berater fungieren. Als Beratungsmethoden kommen zum Beispiel die Hypothesenentwicklung, das Teilen ähnlicher Erfahrungen oder ein Brainstorming für Lösungsideen in Frage. Eine Person übernimmt die Rolle des Moderators, der auf die Einhaltung der Struktur achtet und den Fallerzähler unterstützt im Prozess.
Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen schaffen
Anne-Katrin Gerhardts, Organisationsentwicklerin in der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V, betont die Bedeutung der digitalen Infrastruktur in Pflegeeinrichtungen. Neben technischen Voraussetzungen sind auch Kommunikationsstrukturen, Führungsstile und Zeitmanagement entscheidend. Diese Faktoren beeinflussen, wie Lerntechnologien in der Pflege genutzt und weiterentwickelt werden. „Sowohl die technischen – digitalen – Voraussetzungen einer Einrichtung als auch verstetigte Kommunikationsstrukturen, gelebtes Kultur- und Werteverständnis, ressourcenfokussiertes Zeitmanagement, Personalplanung und Personalentwicklung, Führungsverständnis und -kompetenz stellen Faktoren dar, die die jeweilige Einrichtung charakterisieren und die die Ausrichtung der Lernangebote- und Instrumente für die Mitarbeitenden entscheidend prägen.
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