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TV-Lieblingssendungen für Senior:innen: Mehr als nur Unterhaltung

TV-Lieblingssendungen haben für ältere Menschen eine besondere Bedeutung und bieten viel Potenzial für den Einsatz in der Betreuung. Sie reduzieren nicht nur Einsamkeitsgefühle, sondern könnten auch als Gesprächs- und Interventionsmittel in der Altenpflege genutzt werden.

Seniorin wählt Fernsehprogramm
Die emotionale Bindung an bestimmte Fernsehinhalte kann Senior:innen helfen, ihr Wohlbefinden zu steigern.

TV-Lieblingssendungen für Senior:innen: Mehr als nur Unterhaltung: Eine neue Studie zeigt, dass ältere Menschen ihre Fernsehzeit bewusst mit Lieblingssendungen verbringen. Zwei Drittel ihrer täglichen Fernsehnutzung widmen sie ihren bevorzugten Formaten. Diese Lieblingssendungen haben eine wichtige Funktion, denn sie können das Einsamkeitsempfinden verringern und die Lebenszufriedenheit steigern, wie die Gerontologin Dagmar Wagner in ihrer Masterarbeit herausfand. Sie hat für ihre Abschlussarbeit in Gerontologie am Institut für Psychogerontologie der FAU Erlangen-Nürnberg „Die Bedeutung der Lieblingssendungen im Fernsehen für ältere Menschen ab 58 Jahren“ untersucht. Ihre Ergebnisse stellt sie in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren vor.

Wir berichteten: Wie Lieblingssendungen im Fernsehen das Wohlbefinden beeinflussen

Der häufig negative Ruf des Fernsehens wird durch die Ergebnisse relativiert. Denn die emotionale Bindung an bestimmte Fernsehinhalte kann Senior:innen
helfen, ihr Wohlbefinden zu steigern. Insbesondere zeigt sich, dass die negativen Auswirkungen von Einsamkeit durch die Lieblingssendungen abgeschwächt werden können.

Fernsehkonsum oft negativ besetzt

Trotz der positiven Effekte ist Fernsehkonsum in der älteren Generation oft schambesetzt, und das Thema wird sowohl privat als auch in der Pflege häufig gemieden. Wagner fordert daher, dass Lieblingssendungen in der Betreuung von Senior:innen stärker berücksichtigt werden sollten. Sie schlägt vor, das Thema in die Pflegeausbildung zu integrieren sowie in Gesprächsrunden und kulturellen Aktivitäten in Pflegeeinrichtungen einzubauen. Dies könnte helfen, das soziale Miteinander zu fördern und neue Wege für Interventionen zu eröffnen.

Pflegekräfte könnten durch den Austausch über Lieblingssendungen die Lebensqualität der Bewohner:innen steigern und gleichzeitig wertvolle Einblicke in deren Vorlieben und Bedürfnisse gewinnen.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die Betreuung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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