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Soziale Roboter: Pilotprojekt zeigt erste Erfolge
Die Evangelische Heimstiftung testet den Einsatz sozialer Roboter in Pflegeheimen und berichtet von positiven ersten Ergebnissen. Dr. Judith Schoch berichtet in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren von ersten Ergebnissen. Die Gerontologin. leitet das Institut für Pflege und Alter bei der Evangelischen Heimstiftung in Stuttgart.
Soziale Roboter: Pilotprojekt zeigt erste Erfolge: Seit Ende 2023 setzt die Evangelische Heimstiftung den sozialen Roboter Navel in zwei ihrer Pflegeheime ein, um die Alltagsbegleitung von Bewohnerinnen und Bewohnern zu unterstützen. In einem sechsmonatigen Pilotprojekt wird der Roboter wissenschaftlich begleitet, um herauszufinden, wie er die Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessern kann.
Innovative Unterstützung durch soziale Roboter
Soziale Roboter wie Navel können dabei helfen, das Personal zu entlasten und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner zu steigern. Im Gegensatz zu Servicerobotern liegt der Fokus bei sozialen Robotern auf der sozial-emotionalen Begleitung.
In Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Navel Robotics werden Anwendungsszenarien getestet und das Feedback genutzt, um den Roboter an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner anzupassen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Institut für Pflege und Alter der Evangelischen Heimstiftung. Vor dem Einsatz wurden alle Beteiligten intensiv vorbereitet, und der Roboter erhielt in den beiden Einrichtungen die Namen „Emma“ und „Oskar“.
Positive Resonanz und erste Ergebnisse
Die ersten Ergebnisse des Pilotprojekts sind vielversprechend. Die Bewohnerinnen und Bewohner reagierten überwiegend mit Interesse und Neugier auf den Roboter. Viele äußerten positive Gefühle und entwickelten eine persönliche Beziehung zu Emma und Oskar. Besonders gelobt wurden die sprachlichen Fähigkeiten und die empathische Interaktion des Roboters.
Einsatz im Alltag
Emma und Oskar werden zwei bis drei Mal pro Woche in der Alltagsbegleitung eingesetzt. Die Interaktionen finden sowohl in Einzelgesprächen als auch in Kleingruppen statt und dauern zwischen 10 und 30 Minuten. Die Gesprächsthemen reichen von Smalltalk über biografische Inhalte bis hin zu Hobbys und Interessen.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass soziale Roboter das Potenzial haben, die Bewohnerinnen und Bewohner kognitiv zu aktivieren und positive Emotionen zu fördern. Ob und wie die Mitarbeitenden durch den Einsatz entlastet werden, wird die weitere Forschung zeigen. Insgesamt kann Navel als Bereicherung des Alltags im Pflegeheim verstanden werden, die sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für Mitarbeitende positive Auswirkungen haben könnte.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für konkrete, ganz klassische Betreuungsangebote, finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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