Angebotsplanung

Tourenplanung in der Betreuung steigert Effizienz und fördert die Zusammenarbeit

Die Einführung einer strukturierten Tourenplanung kann die Qualität der sozialen Betreuung und die Zusammenarbeit zwischen Pflege und Betreuung erheblich verbessern. Das ist Thema des Schwerpunkts der Septemberausgabe der Zeitschrift Aktivieren.

Angebotsplanung mit Plantafel
Für die Tourenplanungstafel braucht es einen zentralen Ort, der für alle gut zugänglich ist. Foto: Caritas im Norden

Tourenplanung in der Betreuung steigert Effizienz und fördert die Zusammenarbeit: Mit der neuen Personalbemessung (PeBeM) wird ein kompetenzbasierter Personaleinsatz in den Vordergrund gerückt. Dies erfordert eine Neuorganisation der Aufgaben, wobei die Tourenplanung eine zentrale Rolle spielt. „Soziale Betreuung wird häufig als Unterstützungsfunktion für die Pflege gesehen“, das hat Nicole Böldt, Referentin für Qualitätsmanagement, bei der Caritas Schwerin immer wieder erfahren. Doch sie hat eine eigenständige Bedeutung. „Eine klare Tourenplanung hilft dabei, die Schnittstellen zwischen Pflege und sozialer Betreuung effizienter zu gestalten und die Arbeitsabläufe zu optimieren“, unterstreicht Böldt in ihrem aktuellen Beitrag.

Die Vorteile der Tourenplanung

Die Tourenplanung ermöglicht es, Gruppen- und Einzelangebote klar zu strukturieren und den Tagesablauf transparent darzustellen. Sie dient als Instrument zur effizienten Nutzung der Betreuungsstunden und zur besseren Anpassung der Angebote an die Bedürfnisse der Bewohner:innen. Zudem fördert sie die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Teams und zwischen den Disziplinen.

Praktische Umsetzung

Zur Umsetzung der Tourenplanung können magnetische Whiteboards verwendet werden, auf denen die Angebote und die zuständigen Betreuungskräfte sichtbar dargestellt werden. Dies ermöglicht eine flexible und nachvollziehbare Planung, die bei Bedarf angepasst werden kann. Auch die Vorbereitung, Dokumentation und Pausenzeiten können so effizient organisiert werden.

Herausforderungen und Lösungen

Ein häufiges Problem ist der Platzmangel für Planungstafeln in den Dienstzimmern. Hier ist es wichtig, zentrale Orte zu finden, an denen die Planung für alle gut sichtbar und zugänglich ist. Die Einführung der Tourenplanung erfordert zudem eine Veränderung der Arbeitsstruktur und klare Kommunikation seitens der Leitung. Schulungen und gegebenenfalls eine externe Organisationsbegleitung können den Veränderungsprozess unterstützen.

Fazit

Die Tourenplanung ist ein effektives Mittel, um die soziale Betreuung besser zu organisieren und die Zusammenarbeit mit der Pflege zu verbessern. Sie ermöglicht eine transparente und flexible Gestaltung der Angebote und trägt zur Steigerung der Betreuungsqualität bei. Die Einführung von PeBeM und der kompetenzbasierte Ansatz bieten die Möglichkeit, die Fachlichkeit und Teamkommunikation nachhaltig zu stärken.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Beiträge im Bereich Planen & Organisieren können Sie auf aktivieren-digital.net gezielt suchen. Der Zugang ist bereits in ihrem Abonnement integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.

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