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Messekongress: Know-how-Booster für die Pflegepraxis

Den entscheidenden Wissensvorsprung für die Fach- und Führungskräfte der Altenpflege bietet einmal mehr der Messekongress der Leitmesse ALTENPFLEGE vom 23. bis 25. April in Essen. Das diesjährige Programm greift neben den relevanten Top-Themen wie Personalbemessung, Generalistik, Digitalisierung, Nachhaltigkeit auch neue Arbeitszeitmodelle auf. Einige Highlights finden Sie hier.

ALTENPFLEGE Messekongress
Foto: ALTENPFLEGE Messe/Florian Arp

Messekongress: Know-how-Booster für die Pfegepraxis: Professor Heinz Rothgang von der Uni Bremen wird am ersten Messetag zum Mega-Thema Personal über aktuelle Marktdaten berichten und erläutern, wie die deutsche Altenhilfe aufgestellt ist und welcher Veränderungsprozess notwendig ist, um die Personalsituation zu verbessern und zu sichern. Gemeinsam mit Norbert Grote, Hauptgeschäftsführer bpa, gehen hier Wissenschaft und Praxis in den Dialog.

In der nächsten Session geht es um nachhaltige Personalgewinnung durch neue Arbeitszeitmodelle: Viele Dienstpläne sind der Dynamik des Pflegealltags nicht mehr gewachsen und erhöhen den Druck auf die Mitarbeitenden zusätzlich.

Moderne Dienstplanung

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) hält den Ansatz des „Frei ist Frei“-Konzeptes für ein dringlich zu betrachtendes und zu implementierendes Konzept in den Einrichtungen der Altenhilfe, um die Dienstplangestaltung zeitnah zu modernisieren. Dies geschieht, indem eingeschliffene, starre Einstellungs- und Planungsprozesse abgeschafft werden und sich die Einrichtungen für die Aufnahme neuer Pflegekräfte mit individuellen Arbeitszeiten und zum Teil abweichenden Qualifikationen öffnen.

Mitarbeitende bestimmen ihren Dienstplan selbst

Die Umstellung der Mitarbeiterplanung kann wesentlich dazu beitragen, die Herausforderungen im Gesundheitssektor nachhaltig zu meistern. Aus diesem Grund hat die Altenhilfe Bethel das „FlexTeam“ ins Leben gerufen, in dem Mitarbeitende ihren Dienstplan selbst bestimmen. DEVAP-Vorsitzender Wilfried Wesemann berichtet über Chancen und Stolpersteine des Projekts.

Das Projekt Generalistik auf dem richtigen Weg

Input zu Chancen und Hürden in der generalistischen Ausbildung, die Arbeit der Fachkommission nach § 53 PflBG und einen Ausblick zur Kompetenzerweiterung gibt Uwe Machleit, Vorsitzender des DEVAP-Fachausschusses Aus-, Fort- und Weiterbildung und Fachseminarleiter für Altenpflege der Evangelischen Stiftung Augusta. Denn nach vier Jahren generalistischer Pflegeausbildung ist zu sagen, dass dies der richtige Weg ist, um die Pflegeberufe aufzuwerten. Nur durch diesen Paradigmenwechsel können die komplexen und vielschichtigen Anforderungen einer bedarfsgerechten Versorgung alter und kranker Menschen in allen Versorgungssettings vermittelt und die Auszubildenden optimal auf die aktuelle Versorgungssituation vorbereitet werden.

Alle(s) unter einem Dach – Wie Integration gelingt

Am zweiten Messetag (24. April) stellt Integrationsbeauftragte Annett Kutzner von den Insanto Seniorenresidenzen GmbH vor, wie die Integration ausländischer Pflegefachpersonen gelingt. Der Gewinner des AltenpflegePreis 2023 hat gemeinsam mit der mediClub GmbH ein individuelles Konzept zur erfolgreichen Gewinnung und Einarbeitung von ausländischem Pflegefachpersonal entwickelt. Hiermit hat Insanto es geschafft, die Fachkraftquote zu decken und perspektivisch zu sichern. Erfahren Sie, mit welchen konzeptionellen Weichenstellungen und konkreten Maßnahmen die Insanto Seniorenresidenzen ihre Integrationsarbeit erfolgreich aufgestellt haben. Dabei erhalten Sie auch Einblicke in persönliche und professionelle Beweggründe sowie in die Umsetzung des Integrationskonzeptes. Im Anschluss an den Vortrag erfolgt ein intensiver Austausch mit dem Fachpublikum.

Fokus auf Prävention in der Langzeitpflege

Die Weiterentwicklung von Pflegeeinrichtungen zu »mental ermunternden Organisationen« ist das Ziel des PfleMeO-Programms. Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Personzentrierung in den Pflegebeziehungen. Wie man mit Six Senses kognitive Ressourcen und psychosoziale Gesundheit fördern kann, stellt Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer der IGES Institut GmbH vor.

Neue Arbeitszeitmodelle mit leben füllen

Die jahrzehntelangen Diskussionen um die Arbeitszeitgestaltung in der Pflege sind inzwischen mit der Diskussion um die 4-Tage-Woche in eine neue Phase eingetreten. Stellt diese tatsächlich einen gangbaren Weg dar? Welche Pros und Contras abzuwägen sind und welche Rahmenstrukturen damit einhergehen müssen, erläutert zunächst Michael Wipp, WippCare.

Anschließend stellt Rechtsanwalt Peter Sausen die arbeitsrechtlichen Aspekte bei der Umsetzung „neuer“ Arbeitszeitmodelle vor, wie etwa der „4-Tage-Woche“.

Neue Personalbemessung organisieren

In vielen Einrichtungen herrscht Verunsicherung: Beinhaltet der Umstieg auf die neue Personalbemessung auch einen verbindlichen Wandel in der Arbeitsorganisation? Sind die vielfach diskutierten Modelle der Königsweg und passen sie überhaupt zu meiner Einrichtung? Gibt es eine Vorgabe für ein bestimmtes Konzept oder gar eine Frist zur Umstellung? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die immer wieder auftauchen. Martin Ducke von der VDAB Beratungsgesellschaft für Sozial- und Betriebswirtschaft beschäftigt sich am dritten Kongresstag mit den verschiedenen Optionen.

All das erfordert einen Strategiewechsel: Die Anforderungen, welche sich aus PeBeM/§ 113 c SGB XI ergeben, lassen sich nicht mit den Strategien der letzten 30 Jahre bewältigen, die auf die klassische Fachkraftquotensystematik ausgerichtet waren. Inspirationen und Denkanstöße, wie sich der Praxistransfer gestaltet und welche Strategien sich herauskristallisieren, gibt Michael Wipp, WippCare, in diesem Workshop.
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Das komplette Kongressprogramm:

www.altenpflege-messe.de/messekongress