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Familientag: Präventionsprojekt spricht Angehörige an

„Gemeinsam macht es noch mehr Spaß!“ stellten die Bewohnenden des Alten- und Pflegeheim Haus Stephanus, Alsfeld und ihre Angehörigen fest. Sie trafen sich Ende November zu einem generationenverbindenden Familientag. Den Rahmen setzte das Projekt „Aktiv im Alter“, an dem das Pflegeheim gemeinsam mit vier weiteren Einrichtungen aus der Region teilnimmt.

„Aktiv im Alter“ ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Haus Stephanus, dem Verband der Ersatzkassen, Landesvertretung Hessen, und dem Verein Mehr Zeit für Kinder e. V., Frankfurt.
Die glücklichen Gesichter dieses sich im Haus Stephanus wohl fühlenden Paares spricht Bände: Das Projekt „Aktiv im Alter“ steigert die Lebensfreude und die Teilhabe am gesellschaftlichen Austausch. Foto: Minh Luis, GFDE Gruppe/Haus Stephanus

Die Leiterin des Betreuungsdienstes im Haus Stephanus, Minh Luis, und Projektbetreuerin Katharina Brodbrecht stellten das Treffens unter das Motto „Dankbarkeit und Zuversicht“. Gemeinschaftlich motivierten die Ergotherapeutin und Betreuungskräfte Jung und Alt zu verschiedenen Bewegungs-, Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Anschließend konnten die Angehörigen sich bei Kaffee und frischgebackenen Waffeln über das Projekt und seine Inhalte informieren.

Maßnahmen und Konzepte für einen gesundheitsfördernden Lebensstil

Das Präventionsprojekt wird durch den Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), Landesvertretung Hessen, im Auftrag der Ersatzkassen für zwei Jahre gefördert. Es soll Bewohnende vor körperlichem und kognitivem Leistungsabbau, Stress und Vereinsamung schützen und gleichzeitig Mitarbeitende, Auszubildende sowie Bewohnende auf dem Weg zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil unterstützen. Ziel ist es, die Themen Entspannung und Bewegung im Einrichtungsalltag langfristig und nachhaltig zu etablieren. Bei der Maßnahmenplanung und Konzeptentwicklung wie auch bei der Umsetzung des Projektes werden die Pflegeeinrichtungen vom Verein „Mehr Zeit für Kinder e. V.“ (MZfK) unterstützt. Dieser verfügt über langjährige Erfahrungen in Prävention und Gesundheitsförderung.

Win-Win: Weiterbildung für Mitarbeitende und Erweiterung der Angebote für Bewohner:innen

„Das Projekt ermöglicht nicht nur abwechslungsreiche sensormotorische Aktivierungseinheiten mit Kognitions-, Bewegungs- und Entspannungsteil, sondern es erleichtert unseren Mitarbeitenden spürbar die Vorbereitung ihrer Gruppen- sowie Einzelbetreuungsangebote im Betreuungsalltag“, berichtet Minh Luis. Einerseits biete das Projekt kontinuierliche Workshops, Hospitationen und eine zielgerichtete Evaluation, sodass ihr Team bei der Gestaltung und Umsetzung von Betreuungsangeboten mit dem Schwerpunkt „Bewegung und Entspannung“ schnell Vertrauen in neue Entspannungstechniken gewinne. Auf der anderen Seite profitierten davon auch Bewohner und Angehörige. „Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, denn während durch das Projekt unsere Mitarbeitenden weitergebildet werden, erfahren parallel dazu die Betreuungsangebote unseres Hauses eine willkommene Erweiterung.“

Generationenübergreifender Familientag gibt Einblicke ins Projekt

„Das Projekt bietet einen ganzheitlichen Ansatz zur Stärkung der individuellen gesundheitlichen Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtungen. Gleichzeitig sollen im Rahmen des Projekts strukturelle Veränderungen der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Piloteinrichtungen angestoßen werden. Auf dem generationenübergreifenden Familientag bekommen nun auch die Familien der Bewohnerinnen und Bewohner einen Einblick in das Projekt. Dadurch können die Verstetigung der Projektziele und die konstruktive Kooperation von allen, die in den Einrichtungen am Projekt beteiligt sind, auch durch die Familienangehörigen unterstützt werden“, sagt Claudia Ackermann, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hessen.

Projekt nimmt die Angehörigen in den Blick

Katrin Bunk, stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins Mehr Zeit für Kinder erklärt: „Unser Anliegen ist es, das Thema Gesundheit ganzheitlich umzusetzen. Neben den Bewohnenden und den Mitarbeitenden ist es uns deshalb wichtig, auch die Angehörigen in den Blick zu nehmen. Je breiter ein Pflegeheim in Sachen Gesundheitsförderung aufgestellt ist, desto nachhaltiger profitieren alle Beteiligten davon.“