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Ex-Fury-Musiker: Musik ist Türöffner für Demenzkranke
Rainer Schumann hat am Dienstag, 20. 8., in Hannover gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einem Seniorenheim ein Projekt eröffnet, bei dem Profi-Musiker mit Demenzkranken musizieren. Gemeinsames Musizieren kann nach Ansicht des früheren Schlagzeugers der hannoverschen Band "Fury in the Slaughterhouse", Rainer Schumann, ein emotionaler Türöffner für Demenzkranke sein. "Mit Musik und Gesang können wir auf Menschen zugehen, die sprachlich nicht mehr erreichbar sind", sagte Schumann dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Durch die Musik könnten verloren geglaubte Erinnerungen wieder aufleben, erläuterte der 49-Jährige das Projekt "Klang und Leben". Gemeinsam mit einem Demenzcoach hatte er die Idee, mit Musikerkollegen wie Oliver Perau von der Band Terry Hoax zu Demenzkranken in Heime zu gehen. "Wir singen mit ihnen Lieder aus ihrer Kindheit und Jugend." Dazu hätten die Musiker alte Schlager wie "Bel Ami" oder "Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frauen" einstudiert. Sie könnten jedoch auch spontan auf Vorschläge reagieren. Schirmherr des Projektes ist der Schauspieler Jan-Josef Liefers.
Das Projekt werde von der Musikhochschule Hannover wissenschaftlich begleitet. Dabei würden von den Pflegekräften etwa emotionale und gestische Reaktionen der Demenzkranken während des Musizierens notiert. Auch die Auswirkungen auf den weiteren Tagesverlauf und das körperliche Wohlbefinden würden verzeichnet und später ausgewertet, sagte Schumann.
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