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Demenz: Gedichte lebendig vortragen
Der Poetry-Slam-Profi Lars Ruppel findet in seinem Projekt "Weckworte" genau die richtigen Worte für Menschen mit Demenz. In Workshops vermittelt er Betreuenden, wie sie Gedichte so vortragen, dass sie bei den Bewohnern schöne und wache Momente erzeugen.
Vortragstechniken wie Hand- und Augenkontakt, Rhythmik, Bewegungen, gemeinsames Singen, Wiederholungen und Mimik kommen zum Einsatz, wenn Lars Ruppel Gedichte rezitiert.
Foto: Martina Böckermann
Bei den Fachkräfteschulungen zeigt Ruppel Mitarbeitern, wie sie Poesie in den Pflegealltag integrieren können. Sie lernen in den gefragten Workshops, ihren Worten durch bestimmte Techniken Ausdruck zu verleihen und so die Senioren auf einer emotionalen Ebene zu erreichen und zu aktivieren.
In der Mitte zu stehen und sein Gedicht vorzulesen, davon hätten die Senioren nichts, erklärt Ruppel. Wichtig sei es, alle Bewohner nacheinander direkt anzusprechen. Wenn sich der Poet an die im Stuhlkreis sitzenden Personen richtet, kniet er sich häufig vor die Person, nimmt eine Hand, schaut und spricht sie direkt an. Schon allein das bewirke häufig ein Strahlen im Gesicht des Angesprochenen, hat Katja Marquardt erlebt.
Die Aktivieren-Autorin hat einen solchen Workshop besucht und ihre Eindrücke in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift zusammengefasst.
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