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Leitfaden zur Palliativversorgung aktualisiert
Das Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel hat einen Leitfaden für bessere Palliativkultur in der stationären Altenpflege neu aufgelegt.
Die erste Auflage erschien vor sieben Jahren. Jetzt hat die ehrenamtliche Redaktionsgruppe den Leitfaden aktualisiert und um zusätzliche Themen erweitert. „Ziel der Überarbeitung war es, die Inhalte so wirklichkeitsnah und verständlich wie möglich zu gestalten. Viele der beteiligten Pflegeheime haben wichtige Tipps für die Praxis beigesteuert“, sagte Anja Schröder, Mitglied der Redaktionsgruppe und Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst Herne.
Neu sind unter anderem Themen wie Schmerzempfinden, Notfallbox oder die ambulante Ethikberatung. Die Erstmaßnahmen könnten auch ohne ärztlichen Beistand durchgeführt werden und bei den betroffenen Personen zu einer deutlichen Besserung führen, sagte Dr. Wolfgang Scherbeck, Palliativarzt aus Castrop-Rauxel im Ruhestand. Die 54-seitige kostenfreie Informationsbroschüre für stationären Einrichtungen der Altenpflege und Angehörige steht zum Download zur Verfügung: www.palliativ-netzwerk.de
Gemeinsam im Team allen Dimensionen von Schmerzen begegnen
Neben körperlichen Schmerzen treten in der Palliativphase vermehrt auch spiritulle und soziale Schmerzen auf. Erstere sind eng mit der Sinnfrage und dem Gefühl eigener Wertlosigkeit verknüft. Soziale Schmerzen können hingegen auftreten beim zunehmenden Verlust sozialer Rollen und der Selbstständigkeit.
Dazu kann auch noch ein von außen zugefügter Schmerz, der so genannte „Staffpain“ (Miterbeiterschmerz) kommen, wenn es mit dem Personal zu keiner wahren Begegnung oder Kommunikation kommt. „Diesem Schmerz kann man sehr gut dadurch begegnen, dass innerhalb des Teams eine kontinuierliche Verständigung erfolgt und Raum für Bezugspflege gelassen wird und somit eine personelle Kontinuität in der Begegnung gewährleistet wird“, schreiben die Autoren der Broschüre.
Auch die Bedeutung von Aromapflege als komplementäre Pflege stelle die Broschüre heraus – ein Ansatz, bei dem Betreuungskräfte gut unterstützen können.
Passend dazu: Aromapflege öffnet neue Zugangswege.
Herausgeber des Leitfadens ist die Ende 2012 gegründete, städteübergreifende Arbeitsgemeinschaft Heime im Palliativ-Netzwerk Herne, Wanne-Eickel, Castrop-Rauxel.
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