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Glückshormone ankurbeln gegen den Herbstblues

Hormone und Botenstoffe sind für vieles in unserem Körper verantwortlich – auch für unser Glücksempfinden. Betreuungskräfte könnn Bewohner:innen dabei unterstützen, diese Glückshormone zu boostern, um miese Stimmung zu vertreiben.

Bewegung, draussen, Foto: Werner Krüper
Auch der Dopaminspiegel werde durch Sport und Bewegung erhöht, sagt Neurowissenschaftlerin Fabritius, "bedauerlicherweise allerdings nicht, wenn man sich nur mit großem Widerwillen bewegt". Foto: Werner Krüper

Sogenannte Neurotransmitter, also Botenstoffe im Gehirn, bestimmen, wie wir uns fühlen. Es gibt einige von ihnen, die täglich unseren Körper fluten und im Zusammenspiel unsere Laune beeinflussen.

Motivations- und Kuschelhormone freisetzen

„Das Motivationshormon Dopamin wird beispielsweise ausgeschüttet, wenn wir neue Aufgaben angehen, überrascht werden oder uns auf etwas Positives freuen“, sagt Friederike Fabritius, Neurowissenschaftlerin und Autorin.

„Serotonin dagegen ist ein Botenstoff, der ausgeglichen und zufrieden macht. Wir produzieren ihn, wenn wir sozial interagieren – oder uns als Gewinner fühlen.“ Das Kuschelhormon Oxytocin wiederum entsteht bei angenehmer körperlicher Berührung, während Endorphine quasi vom Körper selbst produzierte Opioide sind.

(Un-)Glücklicher dank Ernährung?

Auch das ist möglich. „Von einigen Nahrungsmitteln wissen wir, dass sie dem Menschen nicht guttun und die Laune dämpfen“, sagt Andreas Michalsen. Dazu zählen laut dem Mediziner stark verarbeitete Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren oder Zucker.

Man kann sich aber auch einen gegenteiligen Effekt zunutze machen. „Lebensmittel wie Soja, Cashewnüsse, Bananen, Datteln, Avocados, Hülsenfrüchte, Haferflocken, oder Mozzarella enthalten L-Tryptophan“, sagt Michalsen. Diese essenzielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann, helfe dabei, den Serotonin-Spiegel zu normalisieren.

Notfall-Programm mit Kneipp

Als schneller Booster für die Stimmung, da sind sich Fabritius und Michalsen einig, eigenen sich kalte Bäder oder Kneipp-Güsse. Doch auch ein heißes Bad bringt den Körper an seine Grenzen und lässt uns die richtigen Botenstoffe ausschütten“, sagt Michalsen.

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