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Beschäftigungsangebote für Sehbeeinträchtigte gestalten
Betreuungskräfte begegnen im Arbeitsalltag immer mehr Bewohnern mit Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Blindheit. Wie für diese Zielgruppe passende Angebote gestaltet werden können, schildert das auf Sehbeeinträchtigte spezialisierte Ernst-Christoffel-Haus in Nümbrecht in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren.
Auch möglich, wenn die Augen schlechter werden: Handarbeiten mit dicken Nadeln, dicker und kontrastreiche Wolle. Foto: doble.dphoto, Fotolia.com
Generell ist wichtig, dass der Betreuende bei allen Angeboten sprachlich präsent ist. Nur so kann er im stetigen Kontakt mit dem blinden oder sehbeeinträchtigten Bewohner bleiben. Er sollte alles mitteilen, beschreiben und widerspiegeln, was gerade passiert. Klassiker aus der Betreuungsarbeit lassen sich oft so adaptieren, dass auch seheingeschränkte Bewohner teilnehmen können. Beliebt sind Weben, Ausstopfen und Häkeln mit dicken Nadeln, dicker und kontrastreiche Wolle. Auch mit Perlen, Mosaiken und Gips kann gut gearbeitet werden. Es gibt spezielle Brett- und Kartenspiele, wie Mensch-ärgere-dich-nicht, für Blinde und Sehbeeinträchtigte. Vor allem aber bei Quiz-Spielen, die vor allem das Zuhören und Sprechen erfordern, können alle Bewohner gut eingebunden werden.
Bei den Bewegungsanbeboten bietet sich vor allem Sitzgymnastik an, da so ein maximales Sicherheitsgefühl gewährleistet wird. Stolperfallen, Ängste und Unsicherheiten können nicht nur den Bewohner gefährden, sondern so verunsichern, dass er nicht mehr an der Gymnastik teilnehmen möchte. Hier macht der Betreuer die Übungen in der Mitte des Sitzkreises vor und beschreibt sie währenddessen laut, präzise und langsam. Auch Ballspiele lassen sich gut in einem geschlossenen Sitzkreis durchführen. Der Ball sollte groß und weich sein und kann als zusätzliche Ausstattung ein Glöckchen im Inneren haben, so dass er in Bewegung zu hören ist.
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