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Konzertausflug verbindet Musik und Erinnerungen
Bewohner:innen des Hauses Stephanus im hessischen Alsfeld besuchen ein Konzert der Regensburger Domspatzen beim Nieder-Mooser Konzertsommer. Der Ausflug verbindet Musik, biografische Erinnerungen und Gemeinschaft.
Kultureller Ausflug mit Vorfreude
52 junge Sänger der Regensburger Domspatzen erfüllten die evangelische Kirche in Nieder-Moos mit ihrem Chorklang. Unter den Zuhörern waren Bewohnerinnen des Hauses Stephanus aus Alsfeld, die der Betreuungsdienst zu diesem kulturellen Ausflug begleitet hatte. Bereits bei der Abfahrt war die Vorfreude spürbar. Minh Luis, Leitung des Betreuungsdienstes, informierte im Bus über den Ablauf: Neben dem Konzert waren ein gemeinsames Kaffeetrinken und ein Picknick geplant.
Während der Fahrt entwickelte sich eine lebhafte Stimmung. Die Seniorinnen sprachen über frühere Ausflüge, Urlaubsreisen und die vorbeiziehende Landschaft. „Jung wie niemals alt“, rief eine Teilnehmerin scherzhaft aus und spielte damit auf die heitere Atmosphäre an.
1050 Jahre Musikgeschichte
Die Regensburger Domspatzen wurden im Jahr 975 als Regensburger Domschule gegründet und blicken auf eine 1050-jährige Geschichte zurück. Unter der Leitung von Christian Heiß präsentierten die 52 Sänger Werke von Alessandro Scarlatti, Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy und Anton Bruckner bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Die jungen Sänger eroberten mit Präzision und Ausdruckskraft den Kirchenraum. Die Bewohnerinnen verfolgten das Konzert sichtlich bewegt und bedankten sich mit langem Applaus.
Für eine Seniorin weckte das Konzert persönliche Erinnerungen. Bereits 1995 hatte sie die Domspatzen im Kölner Dom erlebt. „Ich war damals begeistert. Die Akustik im Kölner Dom war einfach herrlich“, erinnerte sie sich.
Picknick und Gemeinschaft
Nach dem Konzert setzte die Gruppe den Ausflug mit einem Picknick fort. An der frischen Luft wurden Brote, Gurken, Melone und Kuchen gereicht. „Das ist optimal, an der frischen Luft zu essen“, schätzte eine Bewohnerin. Eine andere beschrieb die Musik als „Musik, bei der man alles um sich herum vergessen kann“.
Der Ausflug ist Teil des Generationen-Gesundheitsnetzwerks des Hauses Stephanus, das Einsamkeit im Alter entgegenwirken und kulturelle Teilhabe fördern will. Eine Teilnehmerin brachte ihre Zufriedenheit auf den Punkt: „Ich bin glücklich und satt.“
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