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32 Prozent aller Pflegeheim-Beschäftigten haben Einwanderungsgeschichte

33 Prozent der Beschäftigten in der Altenpflege hatten im Jahr 2024 eine Einwanderungsgeschichte – unabhängig vom Beruf, den sie ausüben. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Damit liegen Altenpflegende in diesem Engpassberuf deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt von 26 Prozent. Als Personen mit Einwanderungsgeschichte gelten Menschen, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

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In Pflegeeinrichtungen arbeiten deutlich mehr Menschen mit Migrationshintergrund als im Durchschnitt der Wirtschaft. Foto: Werner Krüper

In der Altenpflege arbeiten deutlich mehr Menschen mit Migrationshintergrund als im Durchschnitt der Wirtschaft. Die Pflegebranche ist in besonderem Maße auf diese Arbeitskräfte angewiesen.

Die Bundesagentur für Arbeit stuft die Altenpflege in ihrer Engpassanalyse als Mangelberuf ein, in dem ein Fachkräftemangel herrscht oder droht. In diesem Bereich sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte überdurchschnittlich stark vertreten und tragen damit wesentlich zur Versorgung bei.

Pflegeheime noch stärker auf Einwanderer angewiesen

Noch höher fällt der Anteil aus, wenn man die gesamte Branche betrachtet: In Alten- und Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen hatten 32 Prozent aller abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte, unabhängig vom jeweils ausgeübten Beruf. Dieser beschäftigungsstarke Bereich zählt mehr als eine Million Beschäftigte, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Pflegebranche in besonderem Maße auf Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund angewiesen ist. Ohne diese Beschäftigten wäre die Versorgung in Pflegeheimen und in der ambulanten Altenpflege kaum aufrechtzuerhalten.

Pflege Teil eines größeren Musters bei Engpassberufen

Die Altenpflege reiht sich in eine Vielzahl von Engpassberufen ein, in denen Menschen mit Einwanderungsgeschichte überdurchschnittlich stark vertreten sind. An der Spitze steht die Schweiß- und Verbindungstechnik mit 60 Prozent, gefolgt von der Lebensmittelherstellung und Köchen mit jeweils 54 Prozent.

Im Gerüstbau waren es 48 Prozent, bei Fahrern von Bussen und Straßenbahnen 47 Prozent, in der Fleischverarbeitung 46 Prozent. Auch in der Kunststoff- und Kautschukherstellung (44 Prozent), im Hotelservice (40 Prozent), bei Berufskraftfahrern im Güterverkehr (39 Prozent) und in der Metallbearbeitung (37 Prozent) lag der Anteil deutlich über dem Durchschnitt.

Bei Speditions- und Logistikkaufleuten hatten 32 Prozent der Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte, im Metallbau und in der Elektrotechnik jeweils 30 Prozent. In der Gastronomie insgesamt waren 54 Prozent aller abhängig Beschäftigten Menschen mit Einwanderungsgeschichte, in der Gebäudebetreuung 50 Prozent.

Am geringsten fiel der Anteil im Rettungsdienst aus (8 Prozent), in der Justizverwaltung (9 Prozent) und in der Landwirtschaft (15 Prozent). Im Polizeivollzugsdienst lag er bei 7 Prozent, in der öffentlichen Verwaltung bei 9 Prozent. Bei Lehrkräften der Primarstufe waren es 9 Prozent, in der Sekundarstufe 12 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.