Angebotsplanung
Zum Spazieren motivieren
Spaziergänge halten Körper und Seele gesund. Damit sie fester Bestandteil des Betreuungsalltags werden helfen gute Planung und Motivationstalent.
Zum Spazieren motivieren: Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MD) legt bei der jährlichen Prüfung einen großen Wert auf zweimal in der Woche geplante Spaziergänge. Doch wie können Betreuungsteams die geforderten regelmäßigen Spaziergänge sicherstellen? Der Frage geht Aktivieren-Autorin und Betreuungsleitung Sabine Richartz in ihrem Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren nach.
Eine Liste macht deutlich, wer begleitet werden sollte
Sie empfiehlt, sich mit einer Liste einen leichteren Überblick zu verschaffen:
- Welcher pflegebedürftige Mensch ist nicht in der Lage, selbstständig den Außenbereich aufzusuchen?
- Gibt es Pflegebedürftige, die beispielsweise regelmäßig Spaziergänge mit den Angehörigen oder ehrenamtlichen machen?
- Handelt es sich um eine Person im Rollstuhl, oder ist sie mit Rollator mobil?
Auf einen Blick wird durch die Antworten ersichtlich, welche Seniorinnen und Senioren tatsächlich einen geplanten Spaziergang benötigen. „Legen Sie im zweiten Schritt einen Wochenplan an, vergleichbar mit einem Stundenplan aus der Schule“, lautet Richartz Empfehlung. „Legen Sie Gruppen von Seniorinnen und Senioren fest, die gemeinsam spazieren gehen können – dies fördert die Gemeinschaft und ist zeitsparend.“ Natürlich könne die Betreuungskraft nicht mit mehreren Rollstuhlfahrenden gleichzeitig spazieren gehen. Gut funktioniere hingegen eine Spazierganggruppe aus einer pflegebedürftigen Person im Rollstuhl sowie zwei bis drei am Rollator mobilen Menschen.
Mit einem Ziel locken, das Interesse weckt
Ein Spaziergang motiviert, wenn er ein Ziel hat. Gibt es etwas Spannendes draußen zu sehen oder zu entdecken? Wird der alte Mensch vielleicht mobiler, wenn er ein Einkaufserlebnis in Aussicht gestellt bekommt? Oder gibt es vielleicht etwas Besonderes zu bestaunen, wie eine große Baustelle in der Nähe, oder was zu ergattern, wie Erdbeeren in den Beeten vorm Haus? „Und wenn das Wetter auch bei bester Motivation keine Outdoor-Aktivitäten zulässt, können Sie im Haus für Bewegung sorgen“, regt Richartz an.
Passend dazu: Im Frühlingswald gemeinsam entspannen
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die Beschäftigung finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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Seminar 3: Fachlich kompetent und anforderungsgerecht in der Aktivierungspraxis – mit Bettina Greb Kohlstedt
Hier geht es um das Qualitätsmanagement sozialer Betreuungsangebote: Welche Anforderungen an eine „gute Pflege“ kann die soziale Betreuung übernehmen? Wie werden Aktivierungsangebote gestaltet und wo sind sie in der Dokumentation zu finden? Dieses Seminar erläutert mit starkem Praxisbezug und beispielhaft, wie Aktivierungsangebote risikogruppengerecht, biografisch und fachgerecht umgesetzt werden können.
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08.05.24 in Leipzig
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