Angebotsplanung
Tischharfe ermöglicht Zimmerkonzerte
Niemand ist unmusikalisch. Es braucht nur etwas Mut und Kreativität, um besondere musikalische Alltagssituationen zu schaffen. Das zeigt das Beispiel der Tischharfe.
Tischharfe ermöglicht Zimmerkonzerte: Betreuende empfinden sich selbst oft als unmusikalisch und behandeln daher Musik eher nebensächlich. Doch niemand ist unmusikalisch. Es braucht nur ein wenig Mut und Kreativität, um besondere musikalische Alltagssituationen zu schaffen.
Besonders der Einsatz von Instrumenten ist bei den Senioren beliebt. So erfahren sie musikalische Klänge unmittelbar und nicht künstlich frisiert. Das eigene Zimmer wird plötzlich zum Konzertsaal.
Wie Caritas-Haus St. Martin die Tischharfe einsetzt
Im Caritas-Haus St. Martin in Hagen ist daher seit mehreren Jahren die Tischharfe im Einsatz. Neben den wöchentlichen Proben eines Tischharfen-Ensembles für Menschen mit und ohne Demenz, gibt es ein Individualangebot. Mitarbeitende besuchen Menschen persönlich in ihren Zimmern und spielen ihnen auf der Tischharfe Musik vor. Ein Wander-Instrument steht griffbereit zur freien Verfügung. Der Soziale Dienst des Hauses sorgt für Notenmaterial, das jahreszeitlich angepasst wird. Hauptsächlich wählt der Soziale Dienst einfaches und bekanntes Liedgut. Die Idee ist, dass Betreuungsassistenzen damit ihr Repertoire für musikalische Angebote ausweiten. Die Betreuenden sollen ein Rüstzeug an die Hand bekommen, um ihrem Betreuungsalltag auch ohne besondere musikalische Vorkenntnisse eine neue, musikalische Note zu verleihen.
Harfenbesuche lassen eine Beziehung entstehen
Durch fest installierte persönliche Harfenbesuche im Zimmer oder am Bett können ein Miteinander und ein warmes Gemeinschaftsgefühl entstehen, da gemeinsam mit der Betreuungsperson musiziert wird. Während des Musizierens entwickelt sich mehr und mehr eine einfühlsame Beziehung zueinander. Da die Tischharfe eher sphärische Klänge erzeugt, ist es gerade für Menschen mit einer fortgeschrittenen Demenz eine Möglichkeit, behutsam und sanft bekannte Melodien vorgespielt zu bekommen, ohne sie mit einer möglichen Reizüberflutung zu überfordern. Der angenehme Klang legt sich wie ein weicher, wärmender Mantel um einen herum.
Was eine Tischharfe auszeichnet
Es handelt sich um eine Art Saitenzupfinstrument, sehr schön im Klang, handlich und leicht. Die Harfe ist aufgrund ihrer einfachen Handhabung für jeden Musikbegeisterten geeignet, da sie schnell erlernbar ist. Für Tischharfen wurde eine einfache und deutliche Notenschrift entwickelt. Sie ist reduziert auf das Wesentliche. Notenschablonen, die zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben werden, ermöglichen ein direktes Spielen, indem die Finger entlang des notierten Weges zupften. Der Weg wird durch miteinander verbundene Punkte vorgegeben. Das Prinzip der Tischharfe ist so verfasst, dass nach wenigen Versuchen schon das erste Lied erklingt.
Wie die Finanzierung gelingen kann und mehr, steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Weitere Ideen für musikalische Angebote und mehr finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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