Biografiearbeit

Musiktherapie ermöglicht Begegnung ohne Worte

Musiktherapeutin Susanne Hausmann arbeitet fest angestellt im Haus Müggelspree. Im Gespräch erklärt sie, wie Instrumente wie die Tamboura entspannen und wie Musik Bewohner:innen ohne Worte erreicht.

Susanne Hausmann, Musiktherapeutin, Kirchenmusikerin, langjährige festangestellte Musiktherapeutin bei der Stephanus-Stiftung, Berlin
Foto: Thordis Gooßes Susanne Hausmann, Musiktherapeutin, Kirchenmusikerin, langjährige festangestellte Musiktherapeutin bei der Stephanus-Stiftung, Berlin

Die Tambura ist ein intuitiv spielbares Klanginstrument, das sich auf den Körper legen lässt und entspannend wirkt. Musiktherapeutin Susanne Hausmann vom Haus Müggelspree nutzt es etwa vor dem Mittagsschlaf. Bewohner:innen berichten, dass sie danach besser einschlafen. Im Gespräch mit Thordis Gooßes, Redakteurin der Zeitschrift Aktivieren, erklärt Hausmann den Unterschied ihrer Festanstellung: Neben Musiktherapie im Pflegheim leistet sie vor allem Sozialtherapie: Gespräche haben Vorrang. Musik verbindet ohne Worte und kann lösen, was schwer auszudrücken ist. Dann blühen betrübte Teilnehmende in der Gruppe plötzlich auf und singen mit. Hausmanns Rat: Einrichtungen brauchen Menschen mit Interesse an den Biografien der Menschen. Musikalische Perfektion ist zweitrangig.

Passend dazu: „Musiktherapie als Leistung der Kassen anerkennen“