Demenz
Mit Muttersprache mehr erreichen
Wenn Pflegende und Betreuunde die Muttersprache der Bewohner:innen sprechen, beispielsweise auch eine spezielle Mundart, dann haben sie einen besseren Zugang zu den Bewohner:innen. Diese fühlen sich besonders verstanden und wertgeschätzt.
Mutterspache ist die Sprache, die ein Kind getröstet wird, wenn es Kummer hat. Die ist die Sprache, die schon ein Kleinkind spricht. Es ist vielfach die Sprache, über die ein Mensch im hohen Alter oder der Demenz ausschließlich erreicht werden kann. Muttersprache kann Wohlbefinden auslösen und besonderer Halt sein. Vertrauter Klang tröstet in einer Lebenssituation, in der die Hochsprache abhanden kommt. Und das, obwohl sie jahrzehntelang selbstverständlich gesprochen wurde.
Plattdeutsch ein Beispiel von vielen
Plattdeutsch steht hier für ein Beispiel von Muttersprache. Das Länderzentrum für Niederdeutsch hat Wege entwickelt, die auf besondere Weise auf diese Situation aufmerksam machen sollen. So wird zum Beispiel die „PlattHart-Auszeichnung“ vergeben. Sie geht an Einrichtungen, die das Plattdeutsche in ihrem Alltag selbstverständlich leben, indem sie beispielsweise in der Biografiearbeit die Muttersprache genau erfragen, Gesprächskreise in der Sprache stattfinden und es Ansprechpartner aus dem Kreis des Personals gibt.
Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Aktivieren. Weitere Ideen für die Biografiearbeit und mehr finden sich in der Ideendatenbank des Portals AktivierenPlus. Der Zugang ist mit dem Abonnement der Zeitschrift bereits im Preis integriert und nach einmaliger Registrierung unbegrenzt möglich.
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