Biografiearbeit
Kartoffelernte im eigenen Garten
Mitte August war es endlich soweit: Die im Bibelgarten des Spitalhofs im baden-württembergischen Münchingen im Hochbeet gepflanzten Kartoffeln konnten geerntet werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren vorab schon sehr gespannt, wie reichlich die Ernte wohl ausfallen würde, wie Einrichtungsleitung Patricia O’Rourke der Redaktion Aktivieren erzählt hat. Im Vorfeld wurde sogar Wetten abgeschlossen, wieviel Kartoffel aus einer Staude geerntet werden würden. Das Betreuungsteam hat alle Vorschläge aufgeschrieben, um später einen Gewinner oder eine Gewinnerin verkünden zu können.
Weiter wurde überlegt, welches Gericht mit den neuen Kartoffeln zubereitet wird. Die Wahl fiel schnell auf „Pellkartoffel mit Kräuterquark“. Das kennen alle Bewohner von früher, und „das essen wir alle sehr gerne“ war die übereinstimmende Meinung.
Und die alten Menschen waren bei der Ernte, die im ersten Jahr zwar noch nicht allzu üppig ausgefallen war, in ihrem Element, wie einige Zitate illustrieren:
- „Es waren mehr Leut wie Kartoffeln do.“
- „Die Kartoffeln (Äbira) reichen nicht für alle, wir kaufen noch welche beim Bauern, der soll auch was verdienen.“
- „Die Ernte ist gering, dann esst Ihr die Kartoffeln und ich den Rostbraten.“
- „Nächstes Jahr müssen wir einen Gießplan für die Kartoffeln machen.“
- „Wir müssen das 4-fache an Kartoffeln stechen, damit es für alle reicht.“
Die fehlende Menge an Kartoffeln wurden bei Bauern in Münchingen bestellt, damit es für eine Mahlzeit ausreichend war. An einem Sonntag Ende August konnten die Bewohnerinnen und Bewohnern mit Betreuungskraft Christine Rau-Lehleuter die Pellkartoffeln und essen – mit selbst zubereitetem Kräuterquark. Die Kräuter wurden ebenso aus dem eigenen Garten geerntet.
Passend dazu: Herbstliche Aktivierung rund um die Ernte
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