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Frühlingsfest im Haus Stephanus: Kunstprojekt verbindet Generationen
Über 100 Gäste feierten im Haus Stephanus den Abschluss eines sechsmonatigen Kunstprojekts. Im Mittelpunkt stand die Skulptur „Steffi“, die Lebensfreude im Alter sichtbar machen soll.
Das Frühlingsfest im Haus Stephanus in Alsfeld markierte den Höhepunkt eines besonderen Kunstprojekts. Laut Projektkoordinatorin Minh Luis entstand die Skulptur „Steffi“ im Rahmen des vom Land Hessen geförderten „Generationen-Gesundheitsnetzwerks“. Über sechs Monate hinweg arbeiteten Bewohner, Mitarbeiter und Ehrenamtliche gemeinsam an der überlebensgroßen, bunten Figur.
Kunst als Ausdruck von Gemeinschaft
Die Skulptur „Steffi“, inspiriert vom Stil der Nanas-Figuren der Künstlerin Niki de Saint Phalle, verkörpert mehr als nur ein Kunstobjekt. „Steffi ist kein perfektes Kunstwerk – sondern ein kollektiver Ausdruck für Beteiligung und Verbundenheit“, betont Luis. Die Gestaltung spiegelt diese Philosophie wider: Florale Muster stehen für Entwicklung, goldene Linien symbolisieren Erfahrung, und Punkte repräsentieren Lebensimpulse. Besonders eindrucksvoll sind die integrierten Handabdrücke der Mitwirkenden.
Manuel Jöckel, Einrichtungsleiter des Hauses Stephanus, sieht in dem Projekt ein Beispiel dafür, „was möglich ist, wenn Menschen sich begegnen – offen, kreativ, gemeinsam.“ Die künstlerische Leitung übernahm Gerlinde Kielburger vom Kulturverein Landenhausen. Sie erklärt: „Jede Linie trägt Bedeutung, jede Farbe erzählt eine Geschichte.“
Fest der Sinne und Begegnung
Das Frühlingsfest bot ein vielfältiges Programm. Pfarrerin Anke Göltenboth von der Evangelischen Kirche hielt einen Gottesdienst, in dem sie die Bewohner ermutigte, sich wie der biblische Abraham auch im Alter noch auf Neues einzulassen.
Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der „Sonntagssinger“ aus Holzburg unter der Leitung von Manfred Gonder. Der Chor mit über 30 Sängern aus 20 Orten präsentierte Lieder wie „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ und „Hessenland, du bist mein Heimatland“.
Ein Video dokumentierte die Entstehung von „Steffi“, von den ersten Entwürfen bis zur Fertigstellung. Beim anschließenden Grillfest genossen die Gäste kulinarische Leckereien und eine frische Erdbeerbowle.
Bleibendes Symbol für Teilhabe
„Steffi“ wird künftig im Eingangsbereich des Hauses Stephanus stehen. Die Skulptur soll als Symbol dafür dienen, was moderne Pflege leisten kann: Teilhabe, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit.
Das Projekt ist Teil des „Generationen-Gesundheitsnetzwerks: Gemeinschaftliche Bewältigungsstrategien gegen Einsamkeit im Alter“, das vom Land Hessen im Rahmen des Förderprogramms „Pflegeheim – Mitten im Leben“ unterstützt wird. Über 40 Personen waren aktiv an der Gestaltung beteiligt, darunter Bewohner, Betreuungsteam, Ehrenamtliche und Praktikanten.
Minh Luis fasste die Bedeutung des Projekts zusammen: „Die schönsten Erinnerungen sammelt man immer gemeinsam.“ Mit „Steffi“ ist es gelungen, eine bleibende Erinnerung zu schaffen – mitten im Leben des Pflegeheims.
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