Angebotsplanung
Therapie auf vier Beinen: Alpakas zu Gast im Bremer Pflegeheim
Elvis und Bisturi, zwei Alpaka-Hengste, besuchen Bewohner:innen im Bremer Pflegeheim „Emmaus“. Die tiergestützte Intervention zeigt therapeutische Wirkung.
Sanfte Therapie mit „Delfinen der Weide“
Im Bremer Pflegeheim „Emmaus“ sorgen zwei besondere Gäste für strahlende Gesichter: Die achtjährigen Alpaka-Hengste Elvis und Bisturi besuchen die Bewohner:innen der diakonischen Einrichtung. Laut ihrer Halterin Martina Osmers, die einen Alpaka-Hof in Oyten bei Bremen betreibt, zeichnen sich die Tiere durch ihre friedliche und neugierige Art aus.
Fachgerechter Umgang für optimale Wirkung
Die Expertin, die eine Herde von 24 Alpakas züchtet, gibt klare Anweisungen für den Umgang mit den Tieren: Streicheln am Hals und Rücken ist erwünscht, der Kopf sollte jedoch nicht berührt werden. Mit Heu-Pellets als Leckerlis gelingt der erste Kontakt zwischen Mensch und Tier. „Es ist wichtig, dass sich die Tiere nicht bedrängt fühlen“, betont Osmers laut epd.
Wissenschaftlich belegte Effekte
Die positiven Auswirkungen der tiergestützten Therapie sind gut dokumentiert. Christopher Ott, Fachkraft für Therapie mit Hunden und Eseln im Schwarzwald, erklärt: „Beim Kontakt schüttet das Gehirn das Bindungshormon Oxytocin aus.“ Der entstehende Wohlfühleffekt kann sogar den Medikamentenbedarf reduzieren.
Nachhaltige Wirkung für Bewohner:innen
Einrichtungsleiter Matthias van der Wall sieht in dem Besuch mehr als nur eine Streicheleinheit. Laut seiner Beobachtung reduzieren Tiere Stress, wirken gegen Depressionen und Bluthochdruck. Die 80-jährige Bewohnerin Grietje de Buhr, die den Besuch initiiert hat, schwärmt vom seidenweichen Fell der Tiere. Die aus Kollekten der Bremischen Evangelischen Kirche finanzierte Aktion wird die Bewohner:innen noch lange beschäftigen. (epd/apa)
Passend dazu: Alpakas lassen die Demenz vergessen
Auch interessant: ein Video des Spiegel aus Irland über einen Landwirt, der Alpakas als Therapietiere hält.
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